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Was ist in der letzten Woche passiert?

Ich hatte schon fast gedacht, dass in dieser Woche nicht viel passiert und dann kamen doch noch einige Meldungen zusammen.

MTV ist zurück im Free-TV

Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an MTV und die ganz Alten an Musikvideos auf MTV. Seit 1981 gibt es MTV. Damals revolutionierte der Sender die Musik. Von da an wurde das Musikvideo zur besten Werbeform für die Bands. Das erste Video, was 1981 lief, war passenderweise Video Killed the Radio Star von „The Buggles“. Es breitete sich über die Erde aus und wurde zu einer sehr bekannten Marke.

Anfang der 2000er änderte sich die Musikindustrie und damit änderte sich auch MTV. Das Programm wurde verändert und die Musikformate immer mehr verdrängt und setzte auf Realityformate aus den USA.

Vor sieben Jahren verschwand MTV Germany aus dem Free-TV. Im Oktober 2015 wurde es dann vollkommen eingestellt und man zeigte das Schweizer MTV. Seit März 2017 ist der Sender kostenlos über die Internetseite im Livestream empfangbar. Nun kam die Meldung, dass es bald auch wieder im Free-TV zurückkehren soll.

Alles neu macht der Oktober bei ZDFneo

Im Herbst trägt man die Farbe grelb. Das ist eine Mischung aus Gelb und Grün und die neue Farbe für ZDFneo. Außerdem entschied man sich dazu sich vom Hauptsender abzuheben und das „neo“ mehr in den Vordergrund zurücken. Ab Oktober soll das neue Logo und die Farben dann auf dem Sender zu sehen sein.

Kurz vor Veröffentlichung kam noch eine Meldung rein.

Die für den 2. September angesetzte erste „Schlag den Henssler“ Ausgabe muss wegen eines Muskelfaserriss’ verschoben werden. Henssler zog sich die Verletzung beim Training zu. Zu beginn der Woche startete die Werbekampagne zum Raab und Star Nachfolger. Neuer Sendetermin ist der 30. September.

Jetzt noch das Geburtstagskind des Tages:

Harald Schmidt wird heute (18.08.2017) 60 Jahre alt. Glückwunsch

 

Kritik und Anregungen sind erwünscht.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Duell der Stars – Die SAT.1-Promiarena

Huch, Sonntag und es gibt eine neue Show bei Sat.1? Duell der Stars – Die SAT.1-Promiarena ist eine Spielshow mit Jochen Schropp als Moderator, und wie der Name schon sagt mit Prominenten. Zwei Promiteams treten gegeneinander in Action- und Strategiespielen an. In der ersten Folge bestreiten die Arena Comedians gegen Schlagerstars. Das Comedyteam setzt sich aus Mimi Fiedler, Antoine Monot Jr. und Chris Tall zusammen. Sie kämpfen gegen Nino de Angelo, Jürgen Drews und Ross Antony. Kommentiert wird die Show von Ron Ringguth, den man aus den man von einigen Raab Shows schon kennt. Zu gewinnen gibt es bis zu 100 000 Euro für einen der zwei Publikumsblocks im Studio, auf denen jeweils 50 Familien sitzen. In jeder Spielrunde müssen die jeweiligen Teams eine bestimmte Geldsumme setzen, die sie je nach Ausgang des Spiels gewinnen oder verlieren.

Zu Showbeginn das Übliche Prominentenvorstellung, aber warum muss man Passanten auf der Straße zu den Kandidaten befragen? Einen Mehrwert hat das nicht. Danach folgen die verschiedenen Spiele.

Es ist quasi „Schlag den Raab“ bzw. „Schlag den Star“ im Teammodus mit Prominenten. Kein wirklich neues Format. Viele Spiele hat man bei Schlag den Raab/Star in ähnlicher Form gesehen. Sie wurden einfach nur ein bisschen abgewandelt. Das Publikum dreht vollkommen durch. Trotz bekannter Spiele war es eine gute Mischung aus körperlichen-, strategischen- und Wissensspielen. Leider störten die Werbeunterbrechungen mitten in den Spielen den Spielfluss.

Die Livekomponente und das Samstagabenfeeling, weil heute Sonntag ist, fehlt dem Duell der Stars. Ob es gut war gegen den Tatort eine neue Show zu senden, werden die Einschaltquoten zeigen. Ich prognostiziere mal ein „Nein“. Tatort ist jeden Sonntag stark und hat eine große Fangemeinde. Das hat damals schon bei „Wetten dass…?“ und „Deutschland sucht den Superstar“ nicht so richtig funktioniert und das waren damals die größten Formate im deutschen Fernsehen.

Zunächst sind insgesamt vier Folgen von Duell der Stars – Die SAT.1-Promiarena geplant.

Ein Jahr ohne Stefan Raab

Ein Jahr ist mittlerweile vergangen, nach dem sich Stefan Raab verabschiedet hat. Wie die Zeit vergeht.

Die Nachricht darüber, dass Raab zum Ende des Jahres das Fernsehen verlassen wird, traf die Fernsehwelt stark. Tagelang berichteten die Medien. Schnell wurde klar, dass es die Fernsehlandschaft ein großes Stück ärmer macht.

Mir fehlt Stefan Raab. Nicht die tägliche Show, die seit Jahren nicht mehr das war, was sie früher einmal war. Wobei so ein bisschen vermisse ich die Show auch. Es war der Ausklang am Abend. Danach bin ich ins Bett gegangen.

Vielmehr fehlen mir die Shows von und mit ihm und vor allem fehlt mir Schlag den Raab. Das Konzept wurde zwar mit Elton weitergeführt, aber die Kombination, dass sich zwei Prominente gegenseitig duellieren, finde ich langweilig. Es fehlt die Spannung und der Ehrgeiz von Stefan Raab.

Wie sieht es ein Jahr nach dem Abschied von Stefan Raab aus?

Nach dem Abschied von ihm ist die Showlandschaft in Deutschland nicht mehr dasselbe. Es ist eine große Lücke entstanden und bis jetzt hat es keiner der neuen Formate geschafft diese Lücke nur im Ansatz zu füllen, auch wenn die Sender es versuchen.

Pro Sieben selbst probiert es mit neuen Sportshows, wie „Promi Völkerball Meisterschaften“ und demnächst die „Promi-Dart-WM“. Bei „Deutschland tanzt“ ging es auch recht sportlich zu. Der Erfolg der beiden Formate blieb aus. Es gibt aber auch ein paar gute Ideen von Pro Sieben. Mit dem „Auswärtsspiel“ wollten sie die Samstagabendshow auf ein neues Level heben und veranstalteten die Show im Haus einer Familie. Auch Joko und Klaas haben ein paar neue Konzepte ins Spiel gebracht, wie z.B. „Teamwork“ und „Die beste Show der Welt“, wo sie neue Showformate „testen“.

Auch die anderen Sender probieren es mit neuen Shows. Das ZDF probiert einiges aus. Mit Steven Gätjen, der von Pro Sieben zu ZDF gewechselt ist, haben sie einen erfahrenen Showmoderator. Leider bekommt er keine guten Formate. Der ersten Versuche war die 897354 Auflage der „Versteckten Kamera“ oder die Show „I can do that“, in der Promis Showeinlagen vortragen mussten. Das letzte Format mit ihm war „4 geben alles!“.

Die ARD bleibt bei ihren Familienshows, wie „Frag doch mal die Maus“ und „Klein gegen Groß“

RTL bleibt ebenfalls seinen Sendungen treu und zeigt wie immer „Deutschland sucht den Superstar“ und das „Supertalent“. Neues gibt es hier in Form des “Ninja Warrior Germany“.

Es sind viele neue und alte Versuche, um den Showsamstag zu beleben. So richtig funktionieren, tun sie alle nicht. Bei keinem der Formate freue ich mich auf die nächste Ausgabe. Es ist mehr ein „wenn sonst nichts kommt“ gucke ich das.

Raab hat viel für das deutsche Fernsehen getan. Vor einem Jahr gab es die letzten Folgen „TV Total“ und „Schlag den Raab“. Zum Abschied sang Stefan Raab noch einmal „One moment in time“ und verabschiedete sich endgültig von seinen Mitarbeitern und den Zuschauern.

 

Nissa bekommt eine zweite Chance bei Pro Sieben

Pro Sieben versucht mit “nissa” es noch einmal Enissa Amani zu etablieren. Im Frühjahr wollte Pro Sieben eine Late Night Show mit ihr, was scheiterte. Die negativen Kommentare zur Show waren einfach zu viele und auch die Quote stimmte nicht. Die Zuschauer waren Stefan Raab gewöhnt und wollten ihn zurück. Obwohl Studio Amani sich vom Aufbau nicht so stark unterschied. Es gab ein Stand-up, Musik, Gäste und Einspieler, in denen sich Enissa Amani auch mal zum Affen machte. Trotzdem war es anders und wurde nicht angenommen. Nach der ersten Staffel war Schluss.

Jetzt versucht man es erneut mit ihr. Das Konzept ist anders. Die Sendung heißt nur noch “nissa – Geschichten aus dem Leben”. In Stand-ups erzählt sie Geschichten aus ihrem Leben. Nora Tschirner spielt dabei ihre beste Freundin und Sabine Vita übernimmt den die Rolle als Psychotherapeutin. Beide Rollen sind nicht weiter wichtig.

Pro Sieben zeigt zwei Folgen hintereinander. Warum macht man nicht gleich eine längere Sendung, wenn man das schon so programmiert?

Pro Sieben sucht scheinbar im Archiv der 90er bzw. 2000er-Formate. Die Sendung besteht aus dem klassischen Stand-up und ein paar Einspieler. Die Einspieler hat man schon bei „Lady Kracher“ oder den „Dreisten Drei“ in besser gesehen. Anders als bei den klassischen Sketch-Comedy-Sendungen liegt der Fokus eher auf dem Stand-up. In einer Folge gibt es nur 3-4 Sketche, die man auch eigentlich weglassen könnte, weil sie vorhersehbar sind. Der Rest ist ein typischer Stand-up von Enissa Amani. Sie erzählt von ihrem Leben, z. B. aus der Zeit nach der Schule, Geschichten mit Freunden oder ihr Leben als bekannte Persönlichkeit in den sozialen Netzwerken, die sie sehr stark nutzt. Alles schon mal gehört, obwohl ich nicht sehr viel von ihr kenne. Vielleicht wäre es mal Zeit für neue Themen von ihr.

Mal sehen, wie hoch die Quote von nissa sein wird und wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt. Die Kritik bei Twitter fällt nicht sehr positiv aus. Vielleicht sind sie noch von Studio Amani geschädigt. Morgen früh wissen wir mehr.

Was haben die Kameraleute genommen? Da wird schnell rein und wieder raus gezoomt oder die Kamera wackelt. Vielleicht haben die Personen früher bei Viva und MTV gearbeitet und meinen noch heute, dass schnelle Kamerabewegungen jung und modern wirken. Oder soll das dem Youtuberstil nachempfunden sein, weil die alles aus der Hand filmen und selten mit Stativ? Dem Zuschauer wird eher schlecht davon. Eine professionelle Produktion ist kein Youtubervideo, auch wenn man die junge Zielgruppe ansprechen möchte.

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