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Die Kultshow Fort Boyard ist zurück

Fort Boyard ist eine Festung, die vor der französischen Atlantikküste liegt. Im Jahre 1801 begann man mit dem Bau des Forts unter Napoleon. Nach Schwierigkeiten beim Errichten des Fundaments wurden die Bauarbeiten erst im Jahre 1837 wieder aufgenommen. Die endgültige Fertigstellung dauerte bis 1857.

Als Verteidigungsanlage beherbergte das Fort Batterien zur Verteidigung, die von 250 Soldaten bedient wurden.

Moment, ich bin hier nicht auf einem Geschichtsblog.

Seit 1990 ist das Fort Schauplatz für die Spielshow Fort Boyard, deren Adaption es in 33 Ländern gibt. In Deutschland startete das Format zum ersten Mal im Dezember 1990. Bisher wurden vier Staffeln produziert. Die erste Staffel lief 1990/1991 in Sat. 1. Damals noch ohne Promibeteiligung, was sich ab der zweiten Staffel änderte. Die zweite und dritte Staffel lief 2000 bis 2002 bei Pro Sieben im Vorabendprogramm. Nach erneuter jahrelanger Pause folgte 2011 eine weitere Neuauflage bei Kabel 1.

Nachdem man in der dritten Auflage (2011) in Duellen mit je 3 Spielern angetreten ist, kehrt man in der aktuellen Staffel zum Teammodell zurück. Fünf Prominente treten zusammen an, um Geld zu erspielen.

Bei den Prominenten Kandidaten handelt es sich wie immer, um die übliche Z-Prominenz, die in sämtlichen anderen Formaten zu sehen ist.

Die Spiele sind alle schnell hintereinander geschnitten, sodass man sich nicht so viel Gerede anhören muss. Allerdings sind die Spiele viel zu kurz und nicht sehr anspruchsvoll. Wenn man da an „Global Gladiators“ bei ProSieben denkt, sind die Spiele ein Witz. Das heiß nicht, dass die Spiele so anspruchsvoll sein müssen, aber Kindergeburtstagsspiele erzeugen keine Spannung. Hinzu kommt noch die Kürze der Spiele, die selten länger als eine Minute sind oder nur aus einem Durchgang bestehen. Nach einer hat man gefühlt 30 Spiele durch. Danach erfolgt dann der Dangeraum, der zu weiteren Spielen führt. Diesmal können die Kandidaten sich keine Schlüssel erspielen, sondern Hinweise. Die Spiele sind jetzt herausforderner und dauern auch länger.

Im Finale wird ein Lösungswort gesucht. Das Wort löst den Goldregen aus. Jetzt müssen die Goldmünzen nur noch in Sicherheit gebracht werden bis die Tiger kommen.

So richtig Spannung kommt nicht auf. Gut ist die Schnelligkeit des Ablaufs der Show. Es wird nicht viel geredet, sondern gespielt, wenn auch nur sehr kurz.

Sat. 1 zeigt vier Ausgaben. Moderation: Matthias Killing

Promi Big Brother

Im Jahre 2000 war es das mediale Ereignis. 10 Menschen ziehen für 100 Tage in ein Haus ein, das rund um die Uhr von Kameras beobachtet wird und der Zuschauer kann live dabei sein. Jeden Abend saß man dann vor dem Fernseher und guckte die Tageszusammenfassung, weil man wissen wollte, was passiert ist und weil man am nächsten Tag in der Schule mitsprechen wollte. Schnell schob man die zweite Staffel hinterher und darauf folgte jährlich eine neue Staffel und man verlängerte die Dauer auf ein Jahr und reduzierte sie wieder, weil die Quoten fielen. 2011 war dann Schluss mit Big Brother. Ein paar Jahre später versuchte man es dann noch einmal mit einer Staffel.

Der überall herrschende Promiwahn in Sendungen wurde dann auch bei Big Brother eingeführt. Gab es früher nur zwischendurch Besuch von Prominenten im Haus, wurde nun ein extra Promi Big Brother ins Leben gerufen. Die 12 Promis mussten nur 15 Tage in ein Haus einziehen. Weil auch hier der gewisse Knall in der Sendung fehlte, wurden neben den Z-Promibewohnern Z-Weltstars, wie Pamela Anderson oder David Hasselhoff ins Haus eingeladen, die dort mehr oder weniger dort wohnten.

Auch in diesem Jahr hat Sat. 1 irgendwelche Z-Promis gefunden, die Ex von irgendwem oder den hat man seit 10 Jahren nirgendwo gesehen, die für 14 Tage ins Big Brother Haus einziehen. Dazu noch irgendein Thema, das zu noch mehr Konfrontationen zwischen den Bewohnern führt und schon ist die Sendung fertig.

Moderiert wird von Jochen Schropp und als Cindy aus Marzahn moderiert Désirée Nick. Wie immer zieht sich der Einzug der Kandidaten in die Länge. Jeder muss interviewt werden und bei jedem muss gezeigt werden, wie er das erste Mal durchs Haus läuft. Natascha Ochsenknecht übernimmt die Hausführung. Das Haus hat zwei Bereiche. Den schönen, luxuriösen Bereich und die Kanalisation. Wie immer das Spiel, wer muss runter in die Kanalisation und wer darf wieder rauf. Dazu noch der übliche Krach, der durch die Personen entsteht, die extra so gecastet werden. Das Übliche.

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