Schlagwort: Frank Thelen

Skaliert Das Ding des Jahres?

Ladies and gentlemen,
Please put your patschehands together,
For the sensationel, supersack of German television, STEFAN RAAHAB!
Oh mein Gott, es gibt ihn wirklich!
Er ging nach Amerika, und sagte: “Wenn ich es dort schaffe, komm’ ich nie mehr nach Deutschland zurück!”
Und heute Abend ist er wieder HIER, RAAHAB!”

Aber nur als Produzent. Hauptsache ein bisschen Raab. Hoffentlich gibt es keinen Duschkopf. Vielleicht sind wir doch von ein paar Löwen umgeben. Joko würde ich eher einer Giraffe zuordnen.

Zurück zum Thema.

Die Show ist anders als „Die Höhle der Löwen“. Das Konzept zu kopieren, wäre auch zu einfach gewesen. Was ist anders? Eine Menge. Es gibt sechs Shows. Fünf davon sind die Vorrunden- und die letzte dann die Finalshow. In jeder dieser Vorrundenshows treten jeweils acht Erfinder gegeneinander an. Die Jury testet die Ideen, der Erfinder. Nach zwei Erfindungen stimmt das erste Mal das Publikum ab und entscheidet, welcher der Kandidaten weiterkommt. Dabei kann es sein, dass nur eine von zwei guten Erfindungen weiterkommt und in der nächsten Runde eine Erfindung, die schlechter ist weiterkommt. Lieber dann eine Entscheidung am Ende der jeweiligen Show. In jeder Show wird dann ein „Gewinner“ vom Publikum im Studium gewählt, der dann ins Finale einzieht. Im Finale können dann auch die Zuschauer an den Bildschirmen per Telefonvoting abstimmen und „Das Ding des Jahres“ wählen.

Die Löwen oh Pardon die Jury besteht aus Joko „ich investiere in alles, was mir vor die Füße kommt“ Winterscheidt, Lena „irgendwann mal was mit Models und jetzt will sie nur ins Fernsehen“ Gercke und dem einzigen unbekannten Hans-Jürgen Moog, dem Chefeinkäufer von Rewe. Moderiert werden die Shows von Janin Ullmann und der Gewinner bekommt einen Webedeal im Wert von 2,5 Millionen Euro. Also muss hier nicht um die Gunst der Löwen und die Anteile an der eigenen Firma gefeilscht werden.

Die Einspielfilme sind etwas kürzer als in der Höhle der Löwen, aber trotzdem mit unwichtigen Details gefüllt, die es nicht braucht. Die Produktvorstellungen wirken genauso aufgesagt, wie bei der Höhle. Es handelt sich aber auch um Personen, die so was nicht alltäglich machen.

Die Präsentationen wirken auf der großen Bühne etwas verloren. Da hilft auch nicht die Häuserkulisse im Hintergrund. Selbst die Jurysessel wirken wie ein Fremdkörper, weil sie einfach so auf der Bühne stehen. Auch das Publikum braucht die Sendung nicht. Das Klatschen wird teilweise einfach reingeschnitten, da denkt man schnell an „Little Big Stars“ mit Thomas Gottschalk.

Das gesamte BWL-Gerede fehlt komplett. Ab und zu wird mal nach dem Verkaufspreis und Produktionskosten gefragt, aber einen Businessplan oder die Unternehmensbewertung sucht man vergeblich. Das macht die Show in meinen DHDL-verwöhnten Augen ein bisschen langweilig. Gerade das Businessgerede macht mir in der Höhle Spaß, wenn mal wieder ein paar Erfinder unrealistische Vorstellungen haben und man darüber bei Twitter lästern kann. Bei „Das Ding des Jahres“ sind es nur Produktvorstellungen und Jokos Lache, die man ständig hört. Die beiden anderen Jurymitglieder halten sich eher zurück. Dabei würde die Einschätzung der Verkaufsfähigkeit eines Produktes von Herrn Moog mich viel mehr interessieren.

Ein weiteres Manko ist die Länge der Show. Drei Stunden geht die Sendung. Durch die viele Werbung ist die Netto-Zeit sicherlich nur eine Stunde, aber nach einer Stunde schaltet man geistig einfach ab. Hinzu kommt, dass Pro Sieben die Show nicht nur am Freitag zeigt, sondern auch noch den morgigen Samstag reserviert hat.

Man merkt, dass es eine Raab TV produzierte Sendung ist. Kleine Details, wie das Glöckchen bei den Entscheidungen, kennt man aus „Schlag den Raab“ und auch bei der Machart, merkt man Raabs Hand.

Böhmermann eskaliert – Am Ende musste ich weinen

Der Böhmermann … das Neo Magazin begeistert mich immer wieder. War es nach der Sommerpause doch etwas mau mit den Gags und Aktionen, brachte die Show mich in dieser Woche wieder zum Entzücken.

Es war keine normale Sendung. Die Sendung zog sich quasi über eine ganze Woche hinweg und begann nach der letzten Sendung vorheriger Woche. Jan Böhmermann meldete sich zunächst mit Bildern bei Twitter und später mit einem Video bei Youtube. Bei den Bildern lief es mir kalt den Rücken runter. Bilder der Verwüstung. Bilder direkt aus Köln-Ehrenfeld. Bilder, die man hier in Deutschland nicht für möglich gehalten hat.

Danach meldet sich Jan Böhmermann persönlich mit einem Video auf seinem Youtube Kanal. Die Verzweiflung steht in seinem Gesicht. Er kann nicht mehr. Die Kritiken der letzten Sendungen waren hart. Die Erdogan Geschichte belastet ihn. In so schwierigen Zeiten für Böhmermann sollten zumindest seine Redaktion und sein Team hinter ihm stehen. Die feiern aber lieber nach der Show mit Hunderten Leuten am Backstageausgang des Studio Königs in Köln-Ehrenfeld und räumen den Mist danach nicht auf. Die Gags sind auch nur so mittel. In der Küche liegen iPads mini zwischen Dreck. Doch dann der größte Skandal. Jan erzählt in dem Video eine Geschichte, die mich zum Weinen brachte.

Nach der Aufzeichnung verlies er das Studio und wollte nach Haus zu seinen zwei bis zehn Kindern, die er von unterschiedlichen Frauen hat. Wieder musste er durch die Partymenge, die sich am Backstageausgang gebildet hat und die ihm ein Dorn im Auge ist. Dann passierte es. Im Tumult trat er auf den neuen Studiohund. Dieser fackelte nicht lang und biss Böhmermann. Am nächsten Tag auf dem Studiogelände sah man das Ausmaß dieser Fete. Überall Chaos. Böhmermann reichte es und kündigte an, dass er in der nächsten Woche nichts für die Sendung vorbereitet und die Redaktion und Autoren das alles schön selbst machen, sollen. Ohne Böhmermann, der sehr viel Zeit in die Sendung steckt. Mit Jan zusammen streikten auch Autor Ralf Kabelka und Dendemann. Sie wollen erst am Mittwoch (Aufzeichnungstag) kurz vor der Sendung ins Studio kommen, um die Sendung zu machen.

Der Krieg unter den Autoren und Jan Böhmermann begann. Auf den sozialen Medien sah man die Streitereien zwischen den beiden Seiten.

Kurze Zeit später tauchte bei DWDL eine Stellenanzeige auf, die einen neuen Moderator für das Neo Magazin Royale sucht. Böhmermann reagierte kühl auf die Vorwürfe des Teams vom Neo Magazin, die nach und nach an die Öffentlichkeit kamen. Das Team verhöhnten ihren Chef, der sich bereit erklärt hatte das Urteil für die vorherige Sendung aufzunehmen, in dem sie das Video so zusammenschnitten, dass die Aussagen von Böhmermann einfach umgedreht wurden.

Die Freizeit nutzte Böhmermann und machte einen Ausflug mit Ralf Kabelka. Sie fuhren mit der Ducati von Ralf durch Köln, fuhren mit der Seilbahn, ließen sich massieren und gingen zusammen essen. Am Mittwoch kurz vor der Sendung noch ein kurzes Video von einer Dachterrasse, die Böhmi zeigte, wie er sein Lieblingsgetränk Cola trank.

Es ist Donnerstag der 15. September 2016 im ZDI beginnt die Show. PENIS. Wie erwartet war Böhmermann und Kabelka nicht ganz allein bei ihrem gemeinsamen Ausflug. Die Ereignisse werden rekonstruiert und mit Zeugenaussagen untermalt. Grausam, was man dort sehen muss. Die Sendung beginnt wie gewohnt mit dem Stand-up. Dabei sitzen die Schuldigen mit im Studio und müssen live miterleben, wie ihre vorbereitete Sendung beim Publikum ankommt. Dendemann, Kabelka und Böhmermann haben keine Ahnung, was passieren wird in der Show. Die Show dreht sich und zeigt die Ereignisse aus der Perspektive der Autoren. In einem Einspieler lässt man das eigentliche Opfer, der Studiohund Luna, zu Wort kommen. Sie erzählt von ihrer bewegenden Geschichte, wie sie zum Neo Magazin Royale gekommen ist. Selbst Jan Böhmermann ist ergriffen.

Es folgt das Interview mit dem Gast Frank Thelen, bekannt aus der Höhle der Löwen bei VOX. Es folgen zwei Spiele, die die Redaktion schon immer spielen wollte, aber Böhmermann es immer wieder ablehnte. Es wird Fischtennis und Aalgolf Hitler mit gefrorenen Fischen und Aalen gespielt.

Zum Schluss noch ein Song von Jan, der als Entschuldigung für alle Opfer der Sendung dienen sollte. Zu Volker Lechtenbrings „Ich mag“ entschuldigte sich Jan. Als Überraschung wurde Luke Mockridge, der spielend am Klavier saß, auf die Bühne geschoben und sang ein Duett mit Jan Böhmermann.

Sie haben es wieder geschafft

Wer das Neo Magazin Royale kennt, weiß das solche Aktionen minutiös geplant werden. Dennoch versuchten sie den Anschein zu wahren, dass Böhmermanns Videos und Reaktionen echt waren. Am Ende kann ich nur sagen, dass die btf sehr kreativ solche Aktionen umsetzt.

Die Löwen brechen wieder aus

Die Löwen brüllen wieder durch die Start-Up Szene. Die Käfige sind geöffnet und die Löwen bereit zu investieren.

Nach den erfolgreichen ersten beiden Staffeln ist die dritte Staffel Die Höhle der Löwen nun zurückgekehrt. Diesmal mit neuer Besetzung. Nachdem bekannt wurde, dass Vural Ögers Unternehmen Insolvenz anmeldete, zog er sich auch aus der Höhle zurück. Schnell wurde bekannt, dass Carsten Maschmeyer den neuen Platz im Team einnehmen wird. Ein kleiner Shitstorm kam auf VOX zu. Maschmeyer steht in der Kritik, was bei der Bekanntgabe als neuer Löwe kein positives Bild auf die neue Staffel der Höhle der Löwen brachte.

Auch „Ich bin raus“ Lencke Steiner ist in dieser Staffel keine Löwin mehr. Sie zog sich zurück, um ihr politische Karriere zu verfolgen.

Das zweite neue Mitglied in der Höhle ist Ralf Dümmel, ein deutscher Unternehmer. Die drei “Altlöwen” Judith Williams, Jochen Schweizer und Frank Thelen sind in der Höhle geblieben.

Zwei neue Unternehmer bedeuten nicht, dass die Sendung nicht mehr unterhaltsam ist. Dümmel und Maschmeyer fügen sich in die Gruppe mit ein. Beide haben noch keine Twittermemes, was ein bisschen fehlt. Lencke wäre schon raus. Maschmeyer wird zum Unternehmensversteher.

Nervig sind die ständigen und langen Erklärungen. Zu Beginn dauert es fünf Minuten die Investoren vorgestellt werden und in die Sendung eingeführt wird. Zwischendurch werden noch mal die Unternehmer einzeln vorgestellt. Bei den beiden neuen Investoren ist das ganz gut, aber bei den alteingesessenen Löwen ist das ein bisschen überflüssig bzw. zu lang. Zwischendurch noch lange Werbeblocks, die die Sendung in die Länge ziehen.

Am Ende lässt sich sagen, dass sich durch die neuen Investoren sich nichts signifikant verändert hat. Die neuen Löwen fügen sich in die Runde ein und investieren. Mal sehen, wie die Fernsehquote auf die beiden neuen Unternehmer reagiert. Bisher waren die Quoten der Höhle der Löwen immer sehr gut.

Quoten:

Bei den Quoten sah es für die Höhle der Löwen sehr gut aus. 2,63 Millionen sahen gestern Abend zu. In der Zielgruppe der 14-49-Jährigen stieg der Marktanteil auf 18,0 Prozent, womit der bisherige Bestwert übertroffen wurde.

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