Schlagwort: die beste show der welt

Beginner gegen Gewinner gegen Langeweile

Beginner gegen Gewinner mit Joko ohne Klaas. Nicht noch ein Artikel, in dem es nur um die Trennung von Joko und Klaas geht. Okay, bleiben wir bei der Show.

Die Idee von „Beginner gegen Gewinner“ stammt aus „Die beste Show der Welt“. In der dritten Ausgabe der besten Show hieß die Urshow noch „Dabei sein ist teuer“. Damals (ey, dass war im Februar dieses Jahres) trat der Kandidat gegen einen Profi Schwimmer und Leichtathlet an. Er musste sich von seinem Budget von 5000 Euro ein Handicap für den Profi kaufen und dann gegen ihn antreten. Die Show hatte damals eine Quote von 79%.

Nun bekam die Show aus der Show einen Platz am Samstagabend. Das ist nach „My Idiot Friend“ die zweite Auskopplung aus der besten Show der Welt. Das Konzept ist gleich geblieben. Ein Hobbysportler tritt gegen einen Profi an. Normalerweise ist man chancenlos gegen einen Profisportler in seiner Disziplin, aber ist dieser gehandicapt, sieht das schon anders aus. Kann Tischtennisprofi Timo Boll auch mit einer Bratpfanne gewinnen? Oder die Leichtathletin Ruth Spelmeyer in einem Barockkleid rennen?

Joko hat für die Show eine Menge Profis organisiert. Mit dabei sind Ex-Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg, die Fußballer Arne Friedrich und Timo Hildebrand. Die Jury, die Geld auf die Kandidaten setzen, besteht aus Elyas M’Barek, Nico Rossberg und Matthias Opdenhövel.

Zu Beginn zieht sich die Show ein bisschen. Erst 20:43 Uhr geht es endlich los. Vorher werden erst die Kandidaten, die drei Weisen (Opdenhövel, M’Barek und Rosberg) und Kommentator Elmar Paulke vorgestellt. Dann noch ein typischer 8-Minuten-Werbeblock, der ungewöhnlich früh kam und dann erst das erste Duell.

Und schon ist das erste Spiel vorbei. Nach nur vier Minuten. Nach zehn Minuten dann schon wieder Werbung. Man merkt schnell, dass in der Show gerne geredet wird. Es entsteht viel Redezeit. Erst gibt es eine kleine Vorstellungs-MAZ, dann noch die Kontrahenten begrüßt, die drei Weisen tauschen sich auch noch aus und nicht vergessen sollte man die Anmoderationen der Werbung. Die ersten Duelle vielen sehr kurz aus und so waren die schon nach 4 bzw. 5 Minuten beendet. Erst beim Tischtennis kam ein bisschen Spannung auf, weil das Duell über drei Sätze ging.

Die einzelnen Duelle dauern ca. 20 Minuten, wenn man sie im Ganzen betrachtet, also von der Vorstellung der Kandidaten, Auswahl des Handicaps und dem eigentlichen Duell. Die meisten, der Duelle sind per se Sportarten, die nicht sehr lang dauern. Ein 400-Meter-Lauf dauert nur ca. eine Minute und dafür dann 20 Minuten einzuplanen, langweilt sehr schnell. Auch die drei Weisen sind irgendwie überflüssig. Bei jedem Duell wetten sie eine bestimmte Geldsumme auf den Kandidaten. Das Geld kommt bei einem Gewinn des Beginners in den Jackpot, der am Ende von einem Kandidaten gewonnen werden kann. Warum nicht eine feste Summe? Die Drei dienen der Zeitüberbrückung, weil man fast vier Stunden füllen muss.

Eine Kürzung der Show auf 90 Minuten würde ihr gut tun, aber das deutsche Fernsehen hat sich darauf eingespielt, dass eine Samstagabendshow vier Stunden lang dauert. In 90 Minuten müsste man auf das viele Gerede verzichten und es käme ein bisschen Spannung auf. Die Duelle wären dann immer noch zu kurz, aber es würde sich nicht so ziehen und man könnte alles schnell hintereinander schneiden. In der jetzigen Form merkt man, dass es eine Aufzeichnung ist und sehr viel geschnitten wurde, weil die Drehs länger dauerten. Bei einem Außendreh sieht man besonders schön, dass der Dreh sehr lang gedauert hat. Beim 400-Meter-Lauf ist es zu Beginn noch hell und im eigentlichen Lauf ist es bereits dunkel.

Bei den Außendrehs verstehe ich es, dass es Aufzeichnungen sind, weil die Infrastruktur einfach nicht gegeben ist und man lange Wege zurücklegen muss. Die Studioduelle könnte man auch live zeigen. Bei Schlag den Raab kann man seit Jahren sehen, dass man ein Studio schnell umbauen kann. Bei den Außenmoderatorinnen wechselte man zwischen Jeannine Michaelsen und Janin Ullmann. Wahrscheinlich hatte eine der Beiden an einem Drehtag keine Zeit. Anders kann ich mir nicht vorstellen, warum man zwei verschiedene Moderatorinnen nimmt.

Joko moderiert die Show sehr gut. Manchmal fehlt ihm ein Anspielpartner. Diesmal ist er auch vorbereit und nicht wie in früheren Produktionen, die er oft spontan moderierte und ihm Klaas wieder auf den Punkt bringen musste. Zwischendurch motiviert er auch die Kandidaten, wenn sie zurückliegen. Am Schluss tritt er selbst in einem Duell gegen Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg an. Er fährt mit ihm ein Rennen. Joko im Rennwagen und Hülkenberg im überladenen Kleintransporter. Joko fühlt sich in der Sendung wohl. Vielleicht liegt es auch an den Freunden, die er sich als Gäste oder Moderatoren gewählt hat.

Sehr ansprechend sind das Studiodesign und die Einspieler. Schöne Bilder kann die Produktionsfirma Florida TV einfach, wie man in früheren Produktionen bereits gesehen hat.

Fazit:

Eigentlich klingt das Konzept von Beginner gegen Gewinner gut und auch bei „Die beste Show der Welt“ hat mir das Format gefallen, aber die Umsetzung auf eine vierstündige Samstagabendsendung funktioniert so, wie es gemacht wurde, nicht richtig. Die Show macht zu oft Werbung. Man ist ja von „Schlag den …“ viel Werbung gewohnt, aber die Sendung übertrifft das alles. Außerdem wird sehr viel geredet und die Duelle sind zu kurz.

Mal sehen, was die Quoten zu Beginner gegen Gewinner sagen.

 

My idiot friend

My idiot friend ist die neue Show von Joko und Klaas. Ja, sie machen mal wieder eine Show. Diesmal nicht am Samstagabend, sondern am Donnerstagabend in Konkurrenz mit Jan Böhmermann. Die Show ist eine Auskopplung aus „Die beste Show der Welt“ von Joko und Klaas, die im August bei Pro Sieben lief. In der „Die besten Show der Welt“ wurden Showkonzepte von Joko und Klaas erdacht und vor Publikum getestet. Das Publikum durfte abstimmen. My idot friend bekam damals eine hohe Zuschauerwertung und wurde zu einer eigenen Show.

Es werden mal wieder Menschen hinters Licht geführt. Diese Showidee gibt es schon seit Anbeginn des Fernsehens. „Verstehen sie Spaß“, „Versteckte Kamera“ und auch Pro Sieben hatte mit „Prankenstein“ schon solch eine Sendung. Diesmal ist es ein bisschen anders. Es gibt zwei Prominente und ihre „Freunde“. Die Promis werden reingelegt. Die MAZ stoppt am entscheidenden Punkt und die Freunde erraten, wie es weitergeht, und bekommen dafür Punkte.

Palina wurde in die Autowaschanlage nass gemacht, weil die Fenster sich plötzlich öffneten. Bei dem einen von Bosshoss wurde ein anhänglicher Fan ins Hotelzimmer gelassen, der das natürlich ausnutze, Brüderschaft trank und sich ein persönliches Tattoo von dem von Bosshoss wünschte.

In der zweiten „Runde“ gab es eine weitere MAZ von den beiden reingelegten Prominenten und das Spiel begann von vorn. Wieder musste erraten werden, wie es weitergeht.

Joko und Klaas moderieren My idiot friend solide weg. An der einen oder anderen Stelle kann man auch mal schmunzeln, sowohl bei den Moderationen als auch bei den Filmchen.  Olli Schulz ist eine Bereicherung für die Sendung, weil er versucht ein bisschen Stimmung zu machen und nicht nur einfach die Antwort gibt.Wie die Freunde des Prominenten in Verbindung stehen, wird leider nicht erklärt. Bei Palina kann man es sich denken, aber bei Bosshoss scheinen die Freunde recht willkürlich gewählt worden sein. Für eine einstündige Sendung mitten in der Woche ist das in Ordnung. Bisher wurden zwei Ausgaben produziert.

Gäste neben Palina Rojinski und dem einen von Bosshoss waren Nikeata Thompson, Olli Schulz, Lena Meyer-Landrut, die Palinas Freunde waren und für den einen von Bosshoss waren Franziska Knuppe, Uwe Ochsenknecht und Wolfgang Niedecken im Rateteam bzw. als Freunde geladen.

Joko und Klaas’ beste Show der Welt

Die beiden Fernsehknallköpfe Joko und Klaas suchen die Beste Show der Welt. Joko bezeichnet Circus Halli Galli in jeder Folge als die zweitbeste Show der Welt. Jetzt sind sie auf der Suche nach der Besten Show. Joko und Klaas, wie soll es anders sein, treten gegeneinander an. Jeder präsentiert eine Showidee und das Studiopublikum bestimmt live die Quote der Sendung. Sinkt die Quote unter die Grenze, hat der Kandidat nur noch ein paar Sekunden um das Ruder rumzureißen. Schafft er es nicht, wird die Show abgebrochen. Der Aufbau der Show suggeriert das Suchen eines Konzeptes für eine große Samstagabendsendung. Die Sendung selbst soll die neue Samstagsabendshow sein.

In der letzten Ausgabe. Wurde eine WG verunstaltet gegen Geld. Aus dem WG-Zimmer wurde zu einem hippen Club und das Badezimmer zu einem Streichelzoo. Andere Spiele dienten zur Demütigung der Moderatoren. So wurde Jokos Höhenangst mal wieder ausgenutzt, was schon in anderen Joko und Klaas Formaten durchexaltiert wurde. Klaas wurde in einer japanischen Spielshow gedemütigt, die keinen Sinn ergab. Beide Formate dienten also nur dem ewigen Streit der beiden und waren wenig unterhaltend. Dann gab es noch die Show mit süßen Tieren, weil Tiere immer gut ankommen. Und am Ende noch zwei à la ich vermisse dich, ich habe Person X lange nicht mehr gesehen und willst du mich heiraten. Auch die Folge der Show selbst, schaffte es nicht so richtig die neue Samstagabendshow zu werden.

Großes Manko war hier wieder die Tatsache, dass es nicht live war und die Zuschauer auf den Sofas nicht abstimmen konnten.

Was hat sich geändert?

Klaas beginnt. Erste Show. Klaas spielt Joko mit einer versteckten Kamera Streiche und fragt dann Jokos Freunde, wie sich Joko verhalten wird. Bei Rückwärtsfußball kann Joey Kelly auch mal wieder bei Pro Sieben sein. Das Auge isst mit ist sehr unterhaltsam. Klaas sieht nicht, was er kocht und wird von Frank Rosin geleitet. Am Ende muss ein Pärchen kosten und bewerten. Das Showformat bekommt 91% und damit die Führung.

Die Showkonzepte haben sich im Vergleich zur ersten Sendung verbessert und sind sehr unterhaltsam. Die meisten Shows könnte man als eine richtige Sendung aufziehen. Zumindest für einen Abend oder als eine Rubrik. Nicht jedes Konzept ist durchdacht. Joko will eine Wissensshow, ohne die Experimente zu erklären. Das ewige Duell der beiden führt diesmal nur Joko, in dem er Klaas mit einem Quiz reinlegt, was Klaas nicht gewinnen kann und sich mit kaltem Wasser begießen lassen muss (#Luft). Um die beste Quote einzufahren, greift Joko am Ende zum Äußersten und geht baden, weil Klaas nicht ins kalte Wasser springen will. Joko tut alles, um den Sieg des Abends noch zu erreichen.

Am Ende gewinnt Joko mit 93% zu 91%.

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