Applaus und Raus mit Oliver Polak

Oliver Polak kann man mögen oder auch nicht, und wenn man ihn mag, weiß man auch nicht, ob man ihm in dem Format mag.

Pro Sieben probiert immer noch einen Stefan Raab Nachfolger zu finden. Nach dem Enissa Amani bei den Zuschauer nicht gut ankam, versucht man es jetzt mit drastischem Humor und Oliver Polak.

Gleich beim kurzen Stand-up werden die ersten Leute abgeschreckt, weil Polack seine üblichen Witze über Juden und KZs.  Kurze Erklärung der Show und schon geht es los.

Wer Gast bei ihm ist, weiß Polak nicht. Es können bekannte Personen oder auch nicht. Erster Gast ist Oliver Pocher, der in den letzten Tagen mal wieder  in der Presse war. Warum er da war, weiß ich nicht und er auch nicht. Mit der Frage überrascht Polak ihn, warum er das gemacht hat. Nach langweiligem Gespräch mit ihm wird er rausgebuzzert und will nicht gehen. Dafür hat er einen Rauswerfer, der behilflich ist, wenn ein Gast nicht will.

Das Studio ist eine Bar. Die Fenster sind mit einem Fadenvorhang verhangen. Ab und zu fährt die S-Bahn vorbei.

Nach Oliver Pocher folgt der Rapper Frauenarzt, der ihm zu unprominent ist und schnell wieder gehen muss. Es folgen eine Autorin vom Spiegel, die Werbung für ihr Buch machen will und eine Schauspielerin, Sascha Lobo, eine Frau, die ein Jahr beim Marstest* dabei war usw.  Am Schluss kommt seine Mutter.

15 Leute hat Pro Sieben pro Sendung geladen, weil die Gäste sehr schnell wechseln, wenn sie dem Gastgeber nicht gefallen. Gute Gäste, die auch ihm gefallen, müssen schnell gehen, obwohl sich ein interessantes Gespräch andeutet, dass dann aber abrupt endet. Hier hätte man mehr Zeit lassen sollen und die Sendezeit nicht durch Gäste füllen, die schnell wieder gehen müssen.

Bei Twitter kommt die Show bei nicht vielen Personen an. Der Humor ist speziell und wenn man Oliver Polak nicht kennt auch sehr hart. Man muss die Art von Oliver Polak kennen und ihm eine Chance geben, um ihn zu verstehen, dann wird es witzig und auch tief.

*Ein Jahr lang waren 6 Personen in einer simulierten Marsstation untergebracht und sollten das Zusammenleben von den Personen auf engem Raum testen.

1 Kommentar

  1. hi, das is keine S sondern eine U Bahn ;D

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