Seit Wochen wirbt Pro Sieben mit The masked Singer. In sämtlichen Shows sitzen Menschen mit verspiegelter Maske und Hoodie mit der Aufschrift „Don’t talk to me“.

Endlich ist es soweit. Ich habe dieses Format vor ein paar Monaten entdeckt, als es in den USA lief und ich war begeistert und habe versucht mitzuraten. Es ging so weit, dass ich mir Interviews und Auftritte von dem vermuteten Sänger angeguckt habe, um herauszufinden, ob meine Vermutung stimmt. Dazu gab es auch noch zahlreiche Videos, die anhand von Indizien versuchten zu erklären, wer sich hinter der Maske befinden könnte. Bei der US-Version ist das natürlich schwierig für jemanden, der die Prominentenlandschaft der USA nicht kennt.

Ich freute mich, als die Meldung kam, dass The masked Singer jetzt auch nach Deutschland kommt. und es auch in naher Zukunft umgesetzt wird. Bedenken hatte ich auch, dass hier unter den Masken nur Z-Prominenz steckt, die ich nicht kenne, weil sie mal beim Bachelor oder Germanys Next Top Model unter den Top 50 waren.

Das Prinzip

Es treten immer zwei Sänger gegeneinander an. Die Zuschauer können dann anrufen und einen der beiden sicher ins Finale wählen. Unter den „Verlierern“ wird am Ende abgestimmt, wer seine Maske fallen lassen muss. Jede Woche fällt eine Maske.

Dabei sind die Prominenten nicht immer Sänger, sondern können auch Moderatoren, Schauspieler, Sportler oder andere Menschen sein. So ist es schwierig, weil man bei einem Sänger vielleicht die Singstimme erkennt, aber nicht weiß, wie ein Moderator sich anhört, wenn er singt. Dabei ist das Können Nebensache.

Im Vorfeld weiß niemand, wer unter der Maske steckt. Es gibt strenge Sicherheitsmaßnahmen, sodass selbst im Studio nur sehr wenige wissen, wer unter der Maske steckt. In den USA war es sogar, so, dass Jenny McCarty ihren eigenen Mann New Kids on the Block Sänger Donny Wahlberg unter der Maske des Hasens vermutete. Das zeigt, dass scheinbar nicht mal die eigene Familie Bescheid weiß.

Meine Angst im Vorhinein war es, dass man die Leute zu schnell erkennt, weil sie eine einzigartige Stimme haben. In Deutschland hat man nicht so die große Auswahl an Prominente und dazu müssen die auch noch irgendwie erkennbar sein. Bei Z-Prominenten wird das schwierig.

In der ersten Show ist auch schon die erste Maske gefallen. Wenn man Twitter beobachtet hat, lagen viele richtig mit der Vermutung.

Meine Kritik

Ich kann wenige Kritikpunkte an der Show nennen. Mir gefällt das Studio. Mit Matthias Opdenhövel haben sie eine sehr gute Wahl bei der Moderation getroffen. Er moderiert das erste Mal wieder bei Pro Sieben, nachdem er zur ARD gewechselt ist. Sie hätten keinen besseren finden können, der sich mit Musik auskennt. Seine Viva Vergangenheit und Hast du Töne sind prädestiniert für das Format. Dazu noch seine lockere, lustige und spontane Art, macht wirklich Spaß.

Der Liveaspekt rundet die Show ab. In den USA und in Korea (Ursprung der Show) wurde die Sendung nicht live ausgestrahlt. Das hat natürlich den Nachteil, dass die Gefahr eines Leak sehr hoch ist. Ich bin aber auch ein Fan von Liveshows, weil da immer mal wieder Fehler passieren können und die Shows nicht zerschnitten werden. Man hätte dann vielleicht rausgeschnitten, dass Matthias Opdenhövel wiederholt vom Herrn Grashüpfer ins Auge gestochen wurde.

Die Jury besteht aus den drei Stammmitgliedern Ruth Moschner, Collien Ulmen-Fernandes und Max Giesinger. Dazu kommt jede Woche ein Gastjuror. In dieser Woche war das Rea Garvey. Mit den wechselnden Jurymitgliedern können dann schon Teilnehmer ausgeschlossen werden.

Die Show ist genauso geworden, wie ich sie mir gewünscht habe. Die Stimmen sind nicht so leicht zu erkennen und die Hinweise bringen den Zuschauer auch noch nicht weiter. Auch die Jury rätselt und bei Twitter werden viele Namen in den Raum geworfen.

Einen Kritikpunkt habe ich aber doch. Es wird sehr viel geredet in der Show. Die Jury darf viel reden und auch zwischen den Auftritten wird geredet. Ich habe Angst, dass das mit der abnehmenden Zahl an Kandidaten zunehmen wird. Es könnte alles etwas kompakter sein, vor allem im Hinblick auf die sinkende Teilnehmerzahl. Allgemein könnte die Show auch nur bis um 22:15 Uhr gehen. Für eine Show mitten in der Woche sind drei Stunden zu lang, weil viele Menschen früher ins Bett gehen.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen mit The masked Singer.

 

Meine Vermutungen, wer sich hinter den Masken verbirgt:

Engel: ???

Monster: Evelyn Burdecki oder Die kleine vom Schni schna Schnappi Krokodil

Herr Grashüpfer: Peter Fox

Kudu: Daniel Aminati

Eichhörnchen: Einer von Right Said Fred

Kakadu: Roberto Blanco, Axel Prahl

Panther: Senna oder Mandy von Monrose

Schmetterling: ???

Astronaut: Max Mutzke