Monat: März 2017

Und es hat Boomarama 3000 gemacht

Alles neu macht der Mertz. Boomarama geht in die dritte Staffel. Diesmal unter dem Namen Boomarama 3000 und wieder mit Aurel Mertz. Wieder ein neues Studio und ein anderer Name. Begonnen wurde mit Boomarama Late Night und jetzt heißt die Show Boomarama 3000. Ein bisschen hat sich das Konzept verändert. In den beiden letzten Staffeln war es eine klassische Late Night Show mit Stand-up, Gästen und Einspielern. Jetzt ist es das auch noch, aber jede Folge der Show bekommt ein eigenes Thema mit passenden Gästen und Einspielern. Deshalb konnten die Shows bereits vorprogrammiert werden und haben keinen Anspruch auf aktuelle Themen. Neu ist auch die Ausstrahlungsform. Man geht mit dem Trend „online first“ und zeigt die aktuelle Folge bereits einen Tag vor der regulären Ausstrahlung ab 18:00 Uhr in der Tele 5 Mediathek. Die lineare Ausstrahlung gibt es dann jeden Freitag um 22:00 Uhr bei Tele 5.

Die erste Folge der neuen Staffel lief unter dem Thema „Anziehungskraft“. Den Begriff kann man in viele Richtungen interpretieren und genau das macht die Show. Beginnend von der physikalischen und wissenschaftlichen Definition zum Thema über Liebe und der Belastungsgrenze von Klebeband. Alles wurde abgedeckt. Nach dem klassischen Stand-up folgte ein Einspieler, in der Aurel Mertz Beatrix von Storch seine Liebe gestehen wollte und daran scheiterte. Seine Anziehungskraft war groß, aber die Fliehkraft von Frau von Storch war größer. Als Gast in der Show war Tänzerin, Choreografin Nikeata Thompson, mit der Aurel das Thema der Show noch mal aufgriff. Wenn man schon eine Tänzerin in der Show hat, wird die Show mit einem Tanzbattle beendet. „Ich packe meine Koffer“ mit Tanzmoves.

Das neue Konzept lässt mehr Spielraum sich kreativ auszuüben und das merkt man auch. Die Einspieler passen zum Thema und sind gut eingebunden.

Weitere Themen der nächsten Folgen werden unter anderem Scheitern, Provokation, Kunst, Blau, Fleisch, Würde und Tierchen sein. Also ein weit gefächertes Spektrum an Themen.

Nächste Woche ist Pierre M. Krause zum Thema “Scheitern” zu Gast in der Show.

Genial daneben ist zurück im Fernsehen

Genial daneben ist wieder da. Acht Jahre lief die Show, bis sie 2011 eingestellt wurde. Über 400 Folgen, Tausende Fragen wurden beantwortet und Zehntausende Fragen eingeschickt. Endlich ist Genial daneben wieder zurück. Endlich mal eine gute Entscheidung von Sat. 1.

Die Entscheidung kam überraschend. Zunächst zeigte RTLplus Interesse an dem Format. ProSiebenSat.1 Media besitzt aber noch die Ausstrahlungsrechte für Österreich und die Schweiz. Im Zuge dessen kam Sat. 1 selbst auf die Idee einer Neuauflage und setzte diese schnell um.

Jetzt ist Genial daneben wieder da. Mit Hugo Egon Balder und mit Frau von Sinnen. Bernhard Hoëcker kann durch diverse andere Verpflichtungen u. a. bei der ARD (Wer weiß denn sowas?) nicht mitmachen. Seinen Platz nimmt Wigald Boning ein.

Das Konzept ist einfach und doch genial (nicht daneben). Die Zuschauer können Fragen einschicken und bekommen bei einer nicht beantworteten Frage 500 Euro. Hinzu kommen die Akteure. Balder als Moderator, der den ein oder anderen alten Witz zum Besten gegeben hat oder gegen das Rateteam gestichelt hat.

Das Rateteam hat wieder zwei feste Mitglieder. Zum einen Hella von Sinnen, die in ihrer mittlerweile Jahrzehnte alten „Fernsehehe“ mit Hugo Egon Balder einige Formate zusammen moderiert haben und sich wirklich manchmal wie ein Ehepaar benehmen. Und neu im festen Team ist Wigald Boning, der die Position von Bernhard Hoëcker übernimmt. Boning passt sehr gut in die Runde. Er ist wie Hoëcker ein Klugscheißer und war in den alten Folgen des Öfteren zu Gast. Die anderen Mitglieder des Rateteams wechseln wie gewohnt durch. Ein bisschen fehlt Hoecker doch. Boning ist ruhiger und hält sich zurück. Vielleicht wird Hoëcker in der nächsten Staffel als Gast eingeladen.

Die Intromusik ist völlig anders. Ganz anders. Sie haben nicht einmal probiert die alte Musik zu modernisieren. Das Studio hat mehr Zuschauer, die nicht mehr auf der Treppe sitzen müssen, wie in den alten Folgen. Das Design insgesamt wurde modernisiert. Man blieb den Farben aber treu. Das Studio erinnert an das Studio aus den ersten Folgen.

Leider erfolgte ein Fehler in der Sendung. Die zweite Frage “Was ist ein Paarungshelfer?” gab es bereits. In Folge 350 wurde diese von jemanden aus dem Publikum gestellt. Auch diesmal war es jemand aus dem Publikum, der die Frage stellte. Da hätte man besser recherchieren müssen.

Das alte Ratefeeling kommt wieder auf. Fast alles ist wie früher. Nach dem Fragestellen wird noch min. einmal nachgefragt. Hoëcker fehlt ein bisschen, aber die Show ist noch immer unterhaltsam. Das Konzept ist zeitlos.

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