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Start Up – Ein Löwe ist ausgebrochen

Dieser Text wurde nicht von der Praktikantin von Maschmeyer geschrieben.

Nach der „Höhle der Löwen“ und „Das Ding“ steigt jetzt auch Sat. 1 in die Gründershows mit Start Up ein. Die ersten Minuten sind eigentlich nur eine Maschmeyerwerbesendung. Nach neun Minuten Vorstellungsvideos geht es dann auch mal los. Erster Pitch und zwischendurch noch der zweite Pitch und ein Vorstellungsvideo. Dann noch die Meinungen der „Jury“. Wieder ein neuer Pitch. Es geht hin und her. Gefühlt werden 200 Produktideen in einer Stunde vorgestellt. Dabei sind die Produkte eigentlich egal. Carsten Maschmeyer interessiert sich nur für die Menschen und beurteilt diese, ob als Gründer geschaffen sind.

Neben Carsten Maschmeyer gibt es noch eine Art Jury, die mitentscheiden, aber total irrelevant sind, weil sie kaum was sagen. Matthew Mockridge hat noch den größten Redeanteil, weil er das Quiz für die Werbung ansagen darf. Ansonsten kommt von den Dreien kaum etwas. Matthew Mockridge tritt als Betreuer der Kandidaten auf und kümmert sich im Verlauf der Staffel um die Kandidaten. Wie viele Mockrigdes gibt es eigentlich? Bei Sat. 1 gibt es zurzeit kein Format ohne einen Mockridge. Lea Lange, selbst Gründerin, soll beraten. Klaus Schieble ist die rechte Hand von Maschmeyer.

Der Schnitt ist grauenhaft. Man kann sich nicht auf ein Produkt einlassen, weil ständig hin und her gesprungen wird. Dazu noch Schnitte ins Publikum, die unpassend zu dem wirken, was man gerade im Pitch gesehen hat. Der Schnitt wirkt nicht authentisch.

Nachdem die Kandidaten, die in der engeren Wahl sind, ausgesucht worden sind, müssen diese Aufgaben erledigen, wie z. B. am Sony Center in Berlin die Passanten von ihrem Produkt überzeugen. Später kommen noch teambildende Aufgaben hinzu, bei denen man schon in der Vorschau sieht, dass es zu Streit unter den Kandidaten kommt.

Fazit:

Als DHDL-Liebhaberin ist das Format nichts für mich. Mich interessieren die Produkte, die Präsentation und wie absurd die Forderungen der Gründer an die Löwen ist. Das alles bekomme ich bei Start Up nicht. Mich interessieren nicht die Gründer, sondern die Produkte und die stehen in der Show nicht im Mittelpunkt. Auch die Länge der Sendung ist viel zu lang. Man orientiert sich da an die „Höhle der Löwen“, aber drei Stunden sind zu lang, vor allem wenn man nach einer Stunde mit den Pitchs durch ist.

Mord mit Ansage – Schillerstraße 2.0

Die Schillerstraße ist zurück. Sat. 1 nennt es Mord mit Ansage.

Nach Genial daneben, was mein Lieblingsformat ist, ist nun auch die Schillerstraße, mein zweites Lieblingsformat, zurück.

Naja, so richtig ist die Schillerstraße nicht zurück. Es gibt keine Cordula, keine feste Wohnung und nicht mal ein Bernhard, der nebenan eine Bar hat oder in der vollkommen neuen Besetzung mit Jürgen Vogel als Nachmieter von Cordula Stratmann.

Diesmal ist die Szenerie anders. In jeder Folge passiert ein Mord, der dann durch die Protagonisten aufgeklärt werden soll. Es gibt weiter Ansagen von einem Spielleiter, die der Angesprochene ausführen muss. Die Ansagen macht nach Maike Tatzig und Georg Uecker nun Bill Mockridge. Lindenstraße trifft also Schillerstraße.

Die Protagonisten wechseln von Folge zu Folge, wie es auch schon in der Schillerstraße war und was der Sendung eine gelungene Abwechslung gab, weil die Personen untereinander unterschiedlich spielen und selbst eine Geschichte aufgebaut haben, welche auch in späteren Folgen immer wieder aufgenommen wurde. Mal sehen, wie sich dabei „Mord mit Ansage“ entwickelt, da es hier eine abgeschlossene Handlung gibt.

Einige Personen von damals sind heute noch dabei. Martin Klempnow und Oliver Pocher, die beide in der Zeit von Jürgen Vogel einen festen Platz im Ensemble.

Das Setting wird von Anfang an schon sehr festgesteckt und die „Schauspieler“ spielen nicht sich selbst, sondern wirklich Rollen, die sie im Laufe der Sendung bekommen. Die Ansagen kommen sehr schnell hintereinander, sodass die Darsteller kaum improvisieren können neben den Ansagen. Zwischendurch erklärt mir Bill Mockridge auch noch die Handlung, die ich gerade gesehen habe. Dazu noch sechs Darsteller, die alle in einer Stunde untergebracht werden müssen und dann auch noch die eigentliche Handlung, dass ein Mord, der erst nach rund einer halben Stunde passiert, aufgeklärt werden muss. Alles ist sehr hektisch. Es gibt kaum Platz für die wirkliche Improvisation, die das Lustigste an der Schillerstraße damals war.

Martin Klempnow rettet die Sendung ein wenig, weil er sehr gut improvisieren kann, was er schon damals in der Ära von Jürgen Vogel zeigte.

Das ist im Übrigen nicht die erste Nachfolge der Schillerstraße. Auch RTL versuchte sich am Improvisationsgenre. „Hotel Zuhause: Bitte stören!“ lief für kurze Zeit im Jahre 2014. In diesem Format wurde ein gesamtes Haus bespielt, was zu langen Strecken während des Spiels führte.

Für eine Improvisationssendung ist wenig improvisiert. Alles wird durch Ansagen vorgegeben. Kaya Yanar muss zu dem auch noch alle seien früheren Rollen spielen, was man mittlerweile auch schon zum Hals raushängt.

Die Woche: Big Brother, Designs, Wahl, Joko

Big Brother Haus zu verkaufen

Die diesjährige Staffel ist am letzten Freitag zu Ende gegangen. Aus Quotensicht erhofften sich die Macher mehr, nachdem die Vorjahresstaffel schon nicht sehr gut lief. Auch die Änderungen beispielsweise in der Moderation konnte das Niveau nicht steigern.

Alles neu macht der Herbst?

Vor ein paar Wochen hat sich RTL Nitro verschönert und wurde zu Nitro. Vor ein paar Tagen änderte Youtube ihr Design. Seit gestern hat auch ntv (jetzt ohne Bindestrich) ein neues Design. Auch RTL zieht mit und wird wieder bunter. Die drei Farben rot, gelb und blau im Logo wurden etwas heller und die Hintergründe erstahlen in Türkis, Pink und Gelb. Im Oktober folgt dann noch ZDFneo mit einem neuen Design.

Wahl, Wahl, Wahl

Überall sieht man die Wahl. Jeder Sender hat seine eigene Wahlsendung. Bei RTL II floppte die Wahlsendung. Bei Sat. 1 avancierte die Wahlsendung „Die 10 wichtigsten Fragen der Deutschen“ schnell zur Oberflächlichkeitshow. Claus Strunz begrüßte am Mittwoch Katja Kipping (Linke), Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Christian Lindner (FDP) und Alice Weidel (AfD) im Studio. Für Claus Strunz war das wichtigste am Abend die Wahlplakate von Christian Lindner. Mich wunderte es, dass man nicht nach Thermomixrezepten fragte und den Twitterhype #ThermiLindner aufgriff. Solche unwichtigen Fragen zogen sich durch die Sendung. Neben den wichtigen Fragen nach Mietpreisbremse, gerechter Bezahlung und Flüchtlingen wurden in Umfragen ermittelt, ob sie Christian Lindner eitel finden, wie viel Prozent mit Katja Kipping in eine WG ziehen würden oder ob sie Alice Weidel lustig finden.

Bis zum großen TV-Duell am Sonntag sollte Claus Strunz nach an seinem Moderationsstil arbeiten, damit er Angela Merkel und Martin Schulz nicht ständig ins Wort fällt oder den beiden Kanzlerkandidaten die Antwort schon in der Frage vorwegnimmt.

Am nächsten Tag entschuldigte sich Strunz für einen Recherchefehler. In der Sendung schilderte eine Krankenschwester ihre Probleme in der Pflegebranche. Darauf mussten die Politiker innerhalb von 30 Sekunden ihre Sicht der Dinge darzustellen. Die Krankenschwester sollte sich dann entscheiden, welche Lösung der Politiker sie für glaubwürdig und umsetzbar hielte. Sie entschied sich für Katja Kipping von den Linken. Später stellte sich heraus, dass die Krankenschwester Mitglied der Linken ist und somit ihre Wahl nicht überraschte.

Joko hat schon wieder etwas Neues gefunden

Joko Wintescheidt ist bekannt dafür, dass er in viele Start-ups investiert und einige Firmen besitzt. Jetzt probiert er ein neues Medium aus. Ab Frühjahr 2018 erscheint „Joko“, ein Magazin rund um Lifestyle- und Zeitgeist. Gruner + Jahr ist der Verlag hinter dem neuen Magazin.

Wochenzusammenfassung #1

Da mir in diesem Sommerloch langweilig ist, habe ich mir überlegt eine Wochenzusammenfassung der Fernsehthemen zu schreiben. Vermutlich wird diese Rubrik auch nach dem Sommerloch weitergeführt.

Ich werde dies chronologisch machen und mit Themen bestücken, die ich für erwähnenswert halte. Es soll nicht nur eine Aufzählung der Geschehnisse sein, sondern auch meine Meinung dazu abbilden. Sicherlich habe ich nicht zu jedem Thema eine Meinung… Ach, lest am besten selbst.

Jetzt geht’s los

Es wird wieder Containert

Promi Big Brother steht wieder an. Meine Twitter TL hat sich schon den Wecker gestellt. Irgendwelche Sonderzeichen-Prominenz wird irgendwo eingesperrt, damit sie sich vor laufender Kamera an die Gurgel gehen. Diesmal kenne ich von 12 Kandidaten nur vier Personen. „Prominente“ werden sein Willi Herren (Schauspieler), Eloy de Jong (Sänger von Caught in the Act), Sarah Knappik (ist überall dabei), Zachi Noy (Schauspieler „Eis am Stiel“), Maria Hering (Fitnessbloggerin), Steffen von der Beeck (Ex von Jenny Elvers), Claudia Obert (Luxuslady), Evelyn Burdecki (Ex-Bachelor-Kandidatin), Sarah Kern (Modedesignerin), Milo Moiré (Performancekünstlerin), Dominik Bruntner (Mister Germany 2017) und Jens Hilbert (Selfmademillionär). Wer mittlerweile alles als prominent gilt, ist interessant. Promi Big Brother ist das Dschungelcamp für den Sommer, obwohl RTL schon ein Dschungelcamp für den Sommer hat, nämlich das Sommerhaus. Und schon bin ich beim nächsten Thema. Gleiches Prinzip, wie bei Promi Big Brother und Dschungelcamp nur hier sind noch die jeweiligen Partner dabei.

Mal wieder das Thema Drittsendelizenz

Die Drittsendelizenzen war mal wieder Thema in dieser Woche. Diesmal betrifft es Sat. 1, die mit einem Eilantrag erreicht haben, dass sie keinen Drittanbietern Sendeplätze zur Verfügung stellen müssen. Prompt änderte Sat. 1 ihr Programm, sodass wurde das Reise-Format „Grenzenlos“ (samstags zwischen 19 Uhr und 19:55 Uhr) sowie das Format „Dinner Party (Dienstag nach Mitternacht) aus dem Programm genommen. Einzig blieb die „Focus TV Reportage“ am späten Dienstagabend. Das DCTP-Format strahlt Sat. 1 freiwillig aus.

Das Programmkarussell dreht sich

Weiter geht es mit Big Bang Theory TV äh Pro Sieben. Gefühlt besteht Pro Sieben zu 95 Prozent aus Folgen von „The Big Bang Theory“ und 5 Prozent aus deren Wiederholungen. Nun hat Pro Sieben mit dem Nachmittagsprogramm große Probleme und versucht es mit dem Umbau des Sendeplans. Außerdem werden „Die Simpsons“ wieder in einer Doppelfolge am Vorabend gezeigt, was mich und auch einige Andere sehr freut.

Mal gucken, was das Nischenprogramm gemacht hat.

Schon wieder ein Monat rum und Zeit für eine neue Folge „Schulz und Böhmermann“. Diesmal etwas anders. Die Sendung stand unter dem Stichpunkt: Improvisation. Auf dem ersten Blick war die Gästeauswahl noch weniger prominent, als die Kandidaten für Promi Big Brother. Auf dem zweiten Blick erkannte man dann aber die Gesichter. Böhmermann und Schulz luden sich hochkarätige deutsche Schauspieler wie Katharina Thalbach, Lars Eidinger, Iris Berben und Karoline Herfurth, die jeweils eine Rolle verkörperten und somit eine Folge „Schulz und Böhmermann“ improvisierten. Wer die Folge noch nicht gesehen hat, sollte sie in der ZDF-Mediathek nachgucken.

Neuer Look für n-tv

Mit einem neuen Look und neuem Claim wird n-tv ab 1. September senden. Das Logo bekommt ein jüngeres Aussehen und der Claim wird von „Der Nachrichtensender“ durch „Wir bleiben dran“ ersetzt.

@n-tv

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Rach kocht nicht mehr bei RTL

Ok, er hat schon lange nicht mehr bei RTL gekocht. In der letzten Staffel von „Rach, der Restauranttester war er eher damit beschäftigt das Restaurant schön herzurichten, als den Köchen das Kochen zu zeigen.

Noch ein Abgang

Mehmet Scholl verlässt die ARD. Seit 2008 war Scholl Fußballexperte bei der ARD. Zunächst war Scholl an Reinold Beckmanns Seite und zuletzt zusammen mit Matthias Opdenhövel zusehen. Vor nicht allzu langer Zeit beim Confed Cup kriselte es bereits, als Scholl die Sendung verlies. Zunächst schien er sich wieder mit der ARD zu vertragen, doch dann kam die Meldung, dass sie sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt haben.

Noch eine Personalie

Es ist ja schon bekannt, dass Steffen Henssler Vox verlässt und zu Pro Sieben für „Schlag den Henssler“ wechselt. Nun gab Vox bekannt, wie das Nachfolgeformat aussehen soll. Es wird nicht mehr nur einen Koch geben, sondern acht Köche. Das Konzept bleibt im Grunde gleich. Die neue Show wird dann „Grill den Profi“ heißen.

Zum Schluss der Wochenzusammenfassung noch ein paar Sehempfehlungen von mir:

Zum einen die neue Staffel „Kessler ist“ (freitags 22:15 Uhr ZDF) und das neue Format „Sitzheizung gibt’s nicht“ ebenfalls mit Michael Kessler (donnerstags 22:15 Uhr bei ZDFneo). Oder man guckt es im guten alten ZDI.

 

Ihr könnt gerne Kritik und Anregungen zur Wochenzusammenfassung hinterlassen.

It’s Showtime oder Supertalent?

It’s Showtime! Das Battle der Besten, die neue Show bei Sat. 1. Ist es nicht noch ein bisschen früh für die neue Supertalent Staffel? Ups, falscher Sender. It’s Showtime ist ähnlich dem Supertalent nur ohne Daniel Hartwich. Moderiert wird von Wayne Carpendale und seiner Frau Annemarie. Und auch hier gibt es eine Jury, die aus drei Leuten besteht. Bei Sat. 1 sind das Michelle Hunziker, Michael „Bully“ Herbig und Sasha. Wie auch beim Supertalent können Menschen ihre Talente darstellen und werden von der Jury bewertet. Nur Dieter Bohlen fehlt. Es treten die üblich Verdächtigen an. Es gibt also Tänzer, Sänger, Artisten, Magier und Comedians, die in unterschiedlichen Kategorien antreten.

Ein bisschen anders ist dann doch. In den Kategorie treten drei Talente gegeneinander an. Die Jury bewertet diese und das Studiopublikum darf am Ende über den jeweiligen  Gewinner der Kategorie abstimmen. Die Artists kommen aus der ganzen Welt. Leider sind die Kategorien teilweise nicht so gut eingeteilt. So gibt es die Kategorie „Oldie but Goldie“, wo zunächst eine 66-Jährige Dame Poledance macht und dann folgt eine ältere Tanztruppe gegen die Dame an. Die Performance, der Herren war gut gemacht, aber nicht außergewöhlich, was bei der Dame schon mehr „Talent“ benötigte. Der Dritte in der Kategorie war wieder in Artist.

Immerhin hält man sich mit den Einspielfilmen zurück und stellt die Kandidaten nur kurz vor. Der ein oder andere Schicksalsschlag ist dann doch dabei, aber man fokussiert es nicht, sondern bleibt beim Wesentlichen.

Die Talente hat man alle schon mal irgendwo gesehen. Nach so vielen Jahren Supertalent und Deutschland sucht den Superstar ist es schwierig noch etwas Neues, Einzigartiges und Frisches zu finden, was begeistert.

Nach dem Schnittdebakel von „Little Big Stars“ hat Sat. 1 diesmal dazugelernt und den Schnitt nicht dem Vorbild „Supertalent“ angepasst. Der Schnitt, die Lichtstimmung und auch die Bühne sind schön gestaltet. Dennoch passt der ein oder andere Schnitt nicht zum Bild, aber das ist in anderen Shows auch nicht anders.

Sat. 1 zeigt sechs Folgen von It’s Showtime! Das Battle der Besten jeweils am Sonntagabend.

Von dem Konzept am Sonntagabend eine Samstagabendshow zu zeigen, bin ich noch nicht überzeugt. Man versuchte es schon mit den The Voice Formaten, aber irgendwie ist mir am Sonntagabend nicht nach Show. Auch die Länge spricht nicht für ein Showformat. Die erste Ausgabe geht bis halb 12. Eine Zeit, wo viele schon schlafen, weil sie nächsten Tag früh zur Arbeit müssen. Am Samstagabend kann man hingegen schon mal länger wach bleiben. Wahrscheinlich will man nur der Samstagabendshowkonkurrenz entgehen, die bei RTL oder auch die öffentlich-rechtlichen Sender laufen. Dann sollte man vielleicht die Showlänge anpassen und nur bis 22:30 Uhr senden.

Little Big Stars – Kinderquatsch mit Thomas

Neutwitterer Thomas Gottschalk (@herbstblond) ist mit einer Show zurück. Little Big Stars heißt das Format, und wie der Name schon andeutet, beschäftigt sich die Show mit Kindern und ihren Talenten. Es handelt sich um keine Casting Show oder ein Wettbewerb unter den Kindern. Die Kinder zeigen, was sie können und lassen die Zuschauer staunen. Das Format ist eine Adaption der Show „Little Big Shots“ aus den USA, das von Moderatorin Ellen DeGeneres und Komiker Steve Harvey gemeinsam für NBC entwickelt wurde und schon in die zweite Staffel ging. In den USA hat Gottschalk das Format gesehen und war begeistert, sodass er das Angebot, die Show zu moderieren, annahm. Ihn reizte der improvisierende Teil der Show, den er in seinem Ausflug zu „Deutschland sucht den Superstar“ vermisst hatte.

Die Show beginnt mal wieder mit einer Zusammenfassung, der besten Szenen. Jetzt kann man eigentlich schon abschalten. Das ist auch so ein neuer Trend, dass man den Zuschauer spoilert.

Schönes Studio. Gottschalk moderiert souverän und lustig wie immer. Er kann gut mit den Kindern umgehen. Warum hat sich Sat. 1 den Cutter vom Supertalent geholt? Eingespieltes Klatschen, eingespielte Lacher, die Publikumsreaktion passt nicht zum Gezeigten, sehr schnelle Schnitte, Standing Ovations vom Publikum bei jedem Kind und auch so manche Reaktion von Gottschalk wirkt falsch reingeschnitten. Man könnte echt meinen, dass Gottschalk jetzt das Supertalent Kids moderiert. Immerhin bleibt uns Dieter Bohlen erspart und das Studio ist ganz schön.

Ach ja, die Kinder. Den Begriff Talent kann man sehr weit dehnen. Zum einen gab es ein norwegisches Mädchen, die mit ihrer Stimme jeden DSDS Kandidaten zehn Kilometer hinter ihn lies und einen Jungen, der Pi aufsagen konnte. Auf der anderen Seite gab es einen sechs jährigen Jungen, der Insekten kochte und eine Cheerleading Gruppe.

Sat. 1 zeigt drei Ausgaben der von Little Big Stars immer sonntags. Ob das so gut ist, eine Show gegen den heiligen Tatort zu senden, werden die Quoten zeigen.

Genial daneben ist zurück im Fernsehen

Genial daneben ist wieder da. Acht Jahre lief die Show, bis sie 2011 eingestellt wurde. Über 400 Folgen, Tausende Fragen wurden beantwortet und Zehntausende Fragen eingeschickt. Endlich ist Genial daneben wieder zurück. Endlich mal eine gute Entscheidung von Sat. 1.

Die Entscheidung kam überraschend. Zunächst zeigte RTLplus Interesse an dem Format. ProSiebenSat.1 Media besitzt aber noch die Ausstrahlungsrechte für Österreich und die Schweiz. Im Zuge dessen kam Sat. 1 selbst auf die Idee einer Neuauflage und setzte diese schnell um.

Jetzt ist Genial daneben wieder da. Mit Hugo Egon Balder und mit Frau von Sinnen. Bernhard Hoëcker kann durch diverse andere Verpflichtungen u. a. bei der ARD (Wer weiß denn sowas?) nicht mitmachen. Seinen Platz nimmt Wigald Boning ein.

Das Konzept ist einfach und doch genial (nicht daneben). Die Zuschauer können Fragen einschicken und bekommen bei einer nicht beantworteten Frage 500 Euro. Hinzu kommen die Akteure. Balder als Moderator, der den ein oder anderen alten Witz zum Besten gegeben hat oder gegen das Rateteam gestichelt hat.

Das Rateteam hat wieder zwei feste Mitglieder. Zum einen Hella von Sinnen, die in ihrer mittlerweile Jahrzehnte alten „Fernsehehe“ mit Hugo Egon Balder einige Formate zusammen moderiert haben und sich wirklich manchmal wie ein Ehepaar benehmen. Und neu im festen Team ist Wigald Boning, der die Position von Bernhard Hoëcker übernimmt. Boning passt sehr gut in die Runde. Er ist wie Hoëcker ein Klugscheißer und war in den alten Folgen des Öfteren zu Gast. Die anderen Mitglieder des Rateteams wechseln wie gewohnt durch. Ein bisschen fehlt Hoecker doch. Boning ist ruhiger und hält sich zurück. Vielleicht wird Hoëcker in der nächsten Staffel als Gast eingeladen.

Die Intromusik ist völlig anders. Ganz anders. Sie haben nicht einmal probiert die alte Musik zu modernisieren. Das Studio hat mehr Zuschauer, die nicht mehr auf der Treppe sitzen müssen, wie in den alten Folgen. Das Design insgesamt wurde modernisiert. Man blieb den Farben aber treu. Das Studio erinnert an das Studio aus den ersten Folgen.

Leider erfolgte ein Fehler in der Sendung. Die zweite Frage „Was ist ein Paarungshelfer?“ gab es bereits. In Folge 350 wurde diese von jemanden aus dem Publikum gestellt. Auch diesmal war es jemand aus dem Publikum, der die Frage stellte. Da hätte man besser recherchieren müssen.

Das alte Ratefeeling kommt wieder auf. Fast alles ist wie früher. Nach dem Fragestellen wird noch min. einmal nachgefragt. Hoëcker fehlt ein bisschen, aber die Show ist noch immer unterhaltsam. Das Konzept ist zeitlos.

Samstag und nichts im Fernsehen

Wieder so ein langweiliger Samstag. Jetzt eine schöne Samstagabendshow, Twitter und die Langeweile wäre weggeblasen. Es kommt aber einfach nichts im Fernsehen. Kein „Wetten dass…?“ oder „Schlag den Raab“. Nur die 14. Staffel „Deutschland sucht den Superstar“, was seit der dritten Staffel nicht mehr spannend oder unterhaltend ist. Die ARD versucht es mit „Wer weiß denn so was XXL“, das ZDF zeigt einen Krimi, Sat. 1 die tausendste Wiederholung eines Films und Pro Sieben zeigt Fotos. Spannend. Nicht wirklich. Früher (das hört sich jetzt sehr alt an) war der Samstag der Fernsehtag. Es lief ein guter Film oder Samstagabendshows. Heute wechselt sich bei RTL „DSDS“ und das „Supertalent“ ab. Bei Pro Sieben sieht man ab und zu mal „Schlag den Star“, wo sich langweilige Promis duellieren oder es duellieren sich Joko und Klaas. Bei Sat. 1 weiß ich schon lange nicht mehr was sie eigentlich sein wollen oder wo die Reise hingehen soll. Und die öffentlich-rechtlichen Sender? Ab und zu mal ein Versuch einer Abendsendung oder es wird doch wieder ein Krimi oder ein Mehrteiler gezeigt.

Man könnte meinen, dass wir schon im Sommerloch angekommen sind, oder hängen wir noch in den Weihnachts-/Winterferien? Für das Sommerloch ist es noch ein bisschen früh. Es sind schließlich Minusgrade draußen. Die Winterpause sollte doch auch schon zu Ende sein oder werden die Zeiträume immer weiter ausgedehnt? Nein, es sind die Formate, die zurzeit gezeigt werden, mich aber nicht interessieren. Der Januar ist der klassische RTL-Monat. Die neue Staffel „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, „DSDS“, der „Bachelor“ und alles interessiert mich nicht und hat es auch noch nie.

Es kommt nichts im Fernsehen.

Mir fehlt „Wetten dass…?“ und vor allem fehlt Stefan Raab. Mir fehlen die Tweets über die Shows. Es ist langweilig. Selbst Netflix und Co. helfen dabei nicht. Samstags will ich die Twittergemeinde lesen und mich über das Gesehene lustig machen. Stattdessen sitze ich auf dem Sofa und lese, was auch schön ist, aber nach zwei Stunden reicht es auch. Ich könnte auch rausgehen, ins Kino, aber wenn man gesundheitlich leicht angeschlagen ist, hat man dazu auch keine Lust. Lieber auf dem Sofa liegen, Fernseher an und bei Twitter über das Fernsehprogramm schreiben. Immerhin habe ich mit dem Schreiben dieses Textes eine halbe Stunde rumbekommen. Vielleicht räume ich jetzt noch meinen Küchenschrank auf oder gehe ich ins Bett? Samstags vor 12 Uhr ins Bett? Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht.

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