Es ist wieder so weit. Stefan Raab präsentiert den jährlichen Bundesvision Song Contest mit 16 Musikern und Bands aus allen Bundesländern Deutschlands. In Anlehnung auf den Eurovision Song Contest rief Raab 2005 die Veranstaltung ins Programm. Es sollte auch unbekannten Musikern die Möglichkeit geben, sich der großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch in diesem Jahr stehen auf der Künstlerliste neben bekannten Musikern auch unbekannte Musiker und Bands. Am Ende entscheiden die einzelnen Bundesländer mit ihren Zuschauern, wer den Abend gewinnt.

Du ähm … die singen da heute nicht. Das ist eine Tanzshow und der Raab macht auch nicht mit.

Oh, und ich habe mich schon auf die Schaltungen in die Radiostationen der einzelnen Sender gefreut, wenn diese wieder versuchen mit zehn Personen Stimmung zu verbreiten.

Dann kommentiere ich eben eine weitere Tanzshow im deutschen Fernsehen.

Das Prinzip des Bundesvision Song Contest ist bei Deutschland tanzt ähnlich. Es treten aus jedem Bundesland jeweils ein Prominenter bzw. ein Paar an. Auch hier kennt man die Prominenten mehr oder weniger.

Es wird drei Shows geben. In Show eins tanzen alle 16 Bundesländer. Die Zuschauer wählen dann nach dem klassischen ESC Schema mit maximal 12 Punkten ihre 12 Kandidaten für das Halbfinale in der nächsten Woche. Nächste Woche wird das Teilnehmerfeld durch das Voting halbiert und die Gewinner ziehen ins Finale ein.

Moderiert wird von Lena Gercke. Backstagereporter ist Ingmar Stadelmann. Die Jury, bestehend aus der Expertin Nikeata Thompson, die man schon in der Jury von Got to dance gesehen hat und Roman Frieling Profitänzer. Beide kommentiere ihre Bewertung ohne Jurypult vom Kommentatorenplatz. Hätte man auch einfach ein Jurypult hinstellen können.

Ingmar Stadelmann befragt nach dem Tanzen die Tänzer. Dabei fällt der ein oder andere Witz, was sehr ein bisschen mehr Unterhaltung in die Sendung bringt. Lena Gercke ist auch da. Man bemerkte sie kaum.

Vor jedem Tanz gibt es natürlich einen minutenlangen Einspieler, weil es ohne Einspieler nichts mehr im deutschen Fernsehen geht. Wie soll man sonst die Person bewerten? Durch den Tanz vielleicht? Es gibt vor jedem Tanz einen Einspieler. Danach tanzt der Prominente kurz. Die Einspieler sind fast 3 Minuten lang und getanzt werden 90 Sekunden. Die Tanzart ist breit gefächert und reicht von Standardtanz, Ausdruckstanz zu modernen Hip-Hop.

Bei der Auswahl der Prominenten hat man keine vollkommenen Bewegungslegastheniker gewählt, sodass alle irgendwas auf die Bühne brachten, ohne sich großartig zu blamieren. Friedrich Lichtenstein tanzte weniger, aber machte aus seinem Auftritt eine Performance mit guter Musik.

Viel Beifall bekam die gehörlose Schauspielerin Kassandra Wedel, die die Musik nicht hören konnte, dafür aber den Beat spürte.

Nachdem alle getanzt haben, gibt es  die Schnelldurchläufe und die Kombinationstafel mit den Zahlen, wie man für seinen Tänzer wählt. Dann wurde in die einzelnen Bundesländer geschaltet. Dort waren wieder einige komische Gestalten. Also das Übliche.

Braucht es wirklich noch zwei weitere Shows? Bei 16 Bundesländern mit jeweils einem Einspieler, dem Tanz und der Nachbesprechung zieht sich die Sendung. Kürzere Einspieler hätten der Sendung gut getan. Man hätte es ruhig den Bundesvision Dance Contest nennen können. Nächste Woche sind es dann nur noch 12 Tänzer und die Länge der Show wird noch ein bisschen gestreckt.