Auswärtsspiel? Schon wieder Fußball? Nein, diesmal nicht. ProSieben versucht sich an einer neuen Samstagabendshow. Immer noch auf der Suche Schlag den Raab zu ersetzen, das im Übrigen vor 10 Jahren zum ersten Mal ausgestrahlt wurde.

Diesmal soll es eine Überraschungsshow sein. Diesmal wird nicht nur der Kandidat überrascht, sondern auch mögliche Mitbewohner, weil die Show im Wohnzimmer des Kandidaten stattfindet. Moderiert wird die Show von Palina Rojinski und Elton. Frank Buschmann kommentiert. Es geht um 100.000 Euro. Es gab 5.312 Bewerber für die Show. Aus diesen Bewerbern wurden 20 potenzielle Kandidaten ausgewählt, bei denen es plötzlich an der Tür klingeln kann und alles, was zu einer Show gehört aufgefahren wird. Alles im Vorgarten und in der Wohnung, inklusive Musikgäste.

Mit den 20 Kandidaten wurde im Vorfeld gesprochen, was es bedeutet, wenn so eine Show nach Hause kommt. Bei zehn Personen wurden schon die Wohnungen vermessen, damit die Moderatoren und Spiele geprobt werden können.

Irgendwo habe ich das doch schon mal im Joko und Klaas Kosmos gesehen. Stimmt. Joko und Klaas überraschten einen Zuschauer in dessen Haus und bauten dort ihr Studio auf, um Neo Paradise von dort aus zu senden (die Älteren erinnern sich).

Jetzt gibt es eine Samstagabendshow aus dem Wohnzimmer. Neun Runden werden gespielt.

Erst einen Kandidaten anrufen und Hoffnungen schüren und dann doch absagen. Erst im zweiten Ansatz wurde der richtige Kandidat überrascht. Die Kandidaten haben natürlich den Fernseher an und haben schon vermute, dass sie es sind. Auch, weil sich vor dem Haus schon Zuschauer aus der Nachbarschaft angesammelt haben.

Erst mal rein ins Haus mit der Technik. Erst mal gucken, was im Kühlschrank ist und die Familie vorstellen. Eine Familie mit fünf Kindern und einem Hund. Langsam baut sich auch die Technik im Haus auf und draußen werden die Regeln erklärt. Auf dem Sportplatz in der Umgebung werden die größeren Spiele aufgebaut. Dann folgen auch schon die ersten prominenten Gegenspieler Lilly Becker, Thore Schölermann und Guido Cantz.

45 Minuten bis zum ersten Spiel. Es gibt einen Motorroller für den Kandidaten oder für die Zuschauer, wenn er das Spiel nicht gewinnt. So zieht sich das Konzept durch den Abend. Es gibt einen Sachpreis, den der Kandidat gewinnen kann oder eben der Zuschauer. Zusätzlich bekommt der Kandidat nach jedem gewonnenen Spiel einen Pfeil. Mit diesem Pfeil muss der Kandidat im Finale dann auf einen Luftballon in seiner Einfahrt werfen, wenn er diesen trifft, bekommt er die 100.000 Euro. Je mehr Spiele der Kandidat gewinnt, desto mehr Pfeile hat er und größere Chance mit einem dieser Pfeile den Luftballon zu treffen.

Nach dem Geschicklichkeitsspiel, das man einfach im Wohnzimmer veranstalten kann, kommt dann das erste „sportliche“ Spiel und schon wird der Garten zum Spielfeld. Das Auswärtsspiel hinterlässt Spuren. Ich möchte das Grundstück am nächsten Tag sehen. Man sah auch schon, dass die Crew bei der Hecke nicht sehr pfleglich umging und diese kurzerhand abschnitt. Die 100.000 wird die Familie vermutlich nutzen, um die Schäden auszubessern. Größere Spiele werden auf dem Sportplatz in der Nähe aufgebaut. Dort kommt ein bisschen Schlag den Raab Feeling auf und man merkt nicht mehr, dass es eigentlich in einer Wohngegend ist.

Der Kandidat gewinnt fast jedes Spiel. Erst zum Ende gewinnen auch mal die Promis. Trotzdem zieht es sich ein bisschen. Das hat man bei Schlag den Raab/Star ebenfalls.

Das Auswärtsspiel ist ganz nett und auch für die Samstagabendshow geeignet, aber das die Spiele auswärts stattfinden, bringt nicht so viel Mehrwert. Im Studio jemanden überraschen hätte es auch getan. Schlag den Star im Haus und mit wechselnden Stars. Man könnte das einfach ins Studio verlegen, also das Schlag den Star Konzept in Promi vs. Normalo ändern.