Wie der Name schon sagt, geht es um eine Wand, die sozusagen als Spielfläche dient. Die neue RTL Show ist eine Mischung aus Quiz- und Gameshow, in der ein Kandidatenpaar mehrere Millionen Euro gewinnen können. Das Format stammt aus den USA. Abhängig ist der Gewinn von The Wall, mit der sie die jeweilige Gewinnzwischensumme sich erspielen. The Wall ist schnell erklärt oder man kennt Plinko von „Der Preis ist heiß“ aus den 90ern. Oben wird ein Ball reingelegt, der sich dann nach unten einen Weg bahnt. Durch Stäbe in der Wand kann man den Laufweg des Balls aber nicht genau vorhersagen, weil die Stäbe das einfache Herunterfallen verhindern. Bei RTL ist die Wand allerdings etwas größer (12 Meter). Es gibt grüne, rote und weiße Bälle. Grün bedeutet ein Plus in der Kasse und rote Bälle ein Minus. Die weißen Bälle können durch richtige Antworten in grüne verwandelt werden.

Auch bei dem Kandidatenpaar gibt es eine Besonderheit. Das Paar wird nach der Vorrunde getrennt. Eine Person wird isoliert und weiß nicht, um welche Summen gespielt werden. Der Kandidat in der Isolierbox weiß lediglich die Fragen und muss diese beantworten. Am Ende muss sich der isolierte Kandidat entscheiden, ob er die Summe aus der Vorrunde (die er kennt) nimmt oder die Summe, die an der Wand erspielt wurde.

Eigentlich ist es recht unterhaltsam. Dadurch, dass man nie weiß, wohin die Bälle fallen, kommt etwas Spannung auf, aber drei Stunden mit diesem Spielprinzip sind dann doch etwas langweilig. Dazu kommt noch, dass die Fragen nicht so schwer sind und das erste Paar nach drei Runden nur eine Frage nicht richtig beantwortet hat. Zu dem Zeitpunkt wird der erste Vertrag an die Person in der Isolationszelle geschickt. Dieser kann nun entscheiden, ob er die Summe aus der Vorrunde plus 5.000 Euro pro richtig beantworteter Frage nimmt, oder die erspielte Summe, die er aber nicht kennt und die bei sehr viel Pech auch darunter liegen kann. Dazu muss man aber schon sehr schlecht spielen. Beim ersten Paar endete diese Entscheidung in einem Heiratsantrag und der Entscheidung die tatsächliche Gewinnsumme zu nehmen.

Nach gut einer Stunde ist das erste Paar fertig mit dem Spiel. Das nächste „Pärchen“ (Vater und Sohn) ist an der Reihe. Es geht alles wieder von vorn los. Fast drei Stunden dauert die Show. Man könnte die Show trotz schnellem Tempo auf eine Stunde kürzen und als einstündige Show zeigen. Fast drei Stunden ein Spieleprinzip ist zu lang. Da hilft auch nicht, dass das Publikum schon fast hysterisch auf alles reagiert. Die Kandidaten sind nicht weniger zurückhaltend. Die erste Kandidatin versuchte durch Schreien den Ball in eine bestimmte Richtung zu lenken, was natürlich nicht funktioniert. Kandidat zwei ist auch nicht besser.

Leider ist The Wall nicht live, obwohl das möglich wäre, da so viel Verschnitt nicht anfallen dürfte. Frank Buschmann moderiert die Show, der bei RTL jetzt für die neuen Shows zuständig ist.