Monat: Juli 2017

Da kommst du nie drauf, dass es noch ein neues Quiz gibt

Und noch ein Quiz. Ich weiß gar nicht, wie oft ich diesen Satz schon geschrieben habe. Da kommst du nie drauf, die hunderste Quizshow (geschätzte Zahl) im deutschen Fernsehen. Gefühlt besteht das Fernsehen nur noch aus Quizsendungen und Krimis. Ach, und bevor ich es vergesse, es ist natürlich mit Prominenten.

Da kommst du nie drauf

Screenshot ZDF

Also noch ein neues Quiz. Die Prominenten bleiben aber immer dieselben. Bei „Da kommst du nie drauf!“ treten Promiteams gegeneinander an. Auch diesen Satz habe ich schon so oft geschrieben. Sie müssen Fragen beantworten. Das ZDF beschreibt die Fragen als ungewöhnlich. Beantworten müssen die Fragen Jorge González, Joachim Llambi, Kayar Yanar, Ilka Bessin (Cindy aus Marzahn), Natalia Wörner und Gloria von Thun und Taxis.

Ob es jemand merkt, wenn ich einfach einen Text von einer anderen Quizshow hierein kopiere?

Johannes B. Kerner moderiert die Show. Eigentlich ist es „Genial daneben“ als Show mit Einspielfilmchen, ohne Hugo Egon Balder, Hella von Sinnen und Bernhard Hoëcker und man bekommt drei kuriose Antworten vorgeschlagen, aus denen man auswählen kann. Es fehlt der Schwung in der Sendung. Insgesamt werden 15 Fragen gestellt. Zu jeder dieser Fragen gibt es einen langen Erklärfilm. für die Kerner teilweise extra in die USA reist.

Es wird nächste Woche noch eine weitere Ausgabe geben.

Wie bekomme ich den Text jetzt gestreckt? Ich könnte noch schreiben, wie das Wetter heute war oder was ich heute zum Mittag gegessen habe, aber das interessiert ebensowenig, wie diese Show. Morgen wird man sehen, was die Einschaltquote zu Da kommst du nie drauf sagt.

Another Brick in The Wall bei RTL

Wie der Name schon sagt, geht es um eine Wand, die sozusagen als Spielfläche dient. Die neue RTL Show ist eine Mischung aus Quiz- und Gameshow, in der ein Kandidatenpaar mehrere Millionen Euro gewinnen können. Das Format stammt aus den USA. Abhängig ist der Gewinn von The Wall, mit der sie die jeweilige Gewinnzwischensumme sich erspielen. The Wall ist schnell erklärt oder man kennt Plinko von „Der Preis ist heiß“ aus den 90ern. Oben wird ein Ball reingelegt, der sich dann nach unten einen Weg bahnt. Durch Stäbe in der Wand kann man den Laufweg des Balls aber nicht genau vorhersagen, weil die Stäbe das einfache Herunterfallen verhindern. Bei RTL ist die Wand allerdings etwas größer (12 Meter). Es gibt grüne, rote und weiße Bälle. Grün bedeutet ein Plus in der Kasse und rote Bälle ein Minus. Die weißen Bälle können durch richtige Antworten in grüne verwandelt werden.

Auch bei dem Kandidatenpaar gibt es eine Besonderheit. Das Paar wird nach der Vorrunde getrennt. Eine Person wird isoliert und weiß nicht, um welche Summen gespielt werden. Der Kandidat in der Isolierbox weiß lediglich die Fragen und muss diese beantworten. Am Ende muss sich der isolierte Kandidat entscheiden, ob er die Summe aus der Vorrunde (die er kennt) nimmt oder die Summe, die an der Wand erspielt wurde.

Eigentlich ist es recht unterhaltsam. Dadurch, dass man nie weiß, wohin die Bälle fallen, kommt etwas Spannung auf, aber drei Stunden mit diesem Spielprinzip sind dann doch etwas langweilig. Dazu kommt noch, dass die Fragen nicht so schwer sind und das erste Paar nach drei Runden nur eine Frage nicht richtig beantwortet hat. Zu dem Zeitpunkt wird der erste Vertrag an die Person in der Isolationszelle geschickt. Dieser kann nun entscheiden, ob er die Summe aus der Vorrunde plus 5.000 Euro pro richtig beantworteter Frage nimmt, oder die erspielte Summe, die er aber nicht kennt und die bei sehr viel Pech auch darunter liegen kann. Dazu muss man aber schon sehr schlecht spielen. Beim ersten Paar endete diese Entscheidung in einem Heiratsantrag und der Entscheidung die tatsächliche Gewinnsumme zu nehmen.

Nach gut einer Stunde ist das erste Paar fertig mit dem Spiel. Das nächste „Pärchen“ (Vater und Sohn) ist an der Reihe. Es geht alles wieder von vorn los. Fast drei Stunden dauert die Show. Man könnte die Show trotz schnellem Tempo auf eine Stunde kürzen und als einstündige Show zeigen. Fast drei Stunden ein Spieleprinzip ist zu lang. Da hilft auch nicht, dass das Publikum schon fast hysterisch auf alles reagiert. Die Kandidaten sind nicht weniger zurückhaltend. Die erste Kandidatin versuchte durch Schreien den Ball in eine bestimmte Richtung zu lenken, was natürlich nicht funktioniert. Kandidat zwei ist auch nicht besser.

Leider ist The Wall nicht live, obwohl das möglich wäre, da so viel Verschnitt nicht anfallen dürfte. Frank Buschmann moderiert die Show, der bei RTL jetzt für die neuen Shows zuständig ist.

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