Monat: November 2016

Gilmore Girls – Ein neues Jahr ACHTUNG SPOILER!

Die Gilmore Girls. Was soll ich dazu schreiben. Ich liebe die Serie und kenne alle Folgen auswendig. Deshalb habe ich mich gefreut, als es hieß, dass die Gilmore Girls noch einmal zurückkommen. Vier 90 Minuten Filme, die jeweils in einer Jahreszeit spielen, sollte es geben. Zehn Jahre nach dem Ende der sieben Staffeln. Was ist passiert in der Zeit?

ACHTUNG SPOILER!

Dieser Text enthält Spoiler. Lesen auf eigene Gefahr.

In der letzten Folge der siebenten Staffel sahen wir, wie Rory einen Job als Journalistin bei der Wahlkampfreise von Barack Obama bekam und die Stadt verlässt. Lorelai ebenfalls ihr Glück und kommt wieder mit Luke zusammen. Ein Happy End. Selbst das dritte Gilmore Girl Emily findet am Ende einen versöhnlichen Abschluss, weil ihre Tochter wieder jeden Freitag zum Dinner kommt.

Wie sieht es fast 10 Jahre später aus?

Wie ist es Rory ergangen? Hat sie eine eigene Familie? Sind Lorelai und Luke noch zusammen? Alles Fragen, die nach der Staffel sieben aufkamen, weil man wissen wollte, wie es weitergeht, nachdem man die beiden so viele Jahre begleitet hat.

Mittlerweile ist Rory Anfang 30. Sie hat seit zwei Jahren eine Beziehung mit Paul, den sie ständig vergisst und mit dem sie endlich Schluss machen will, es aber ebenfalls ständig vergisst. Außerdem hat sie noch eine Affäre mit Logan, der in London lebt und mit einer anderen Frau verlobt ist. Rory reist ständig von London nach New York und nach Stars Hollow, hat 14 Smartphones und scheint ständig beschäftigt zu sein. Einen richtigen Job hat sie allerdings nicht. Sie tritt auf der Stelle, wohnt mal hier und dort.

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4 geben alles

4 geben alles, die neue Samstagabendshow im ZDF. Der nächste Versuch des ZDFs eine Familienshow an den Zuschauer zu bringen.

Ich gebe jeder Show eine Chance und gucke sie bis zum Ende, aber hier habe ich das nicht geschafft. Die heile Welt, die Kinder und alles war einfach etwas drüber.

Das ZDF sucht immer noch nach einem Wetten dass Ersatz für den Samstagabend. Es soll eine Show für die ganze Familie sein, was auf dem Lerchenberg bedeutet, dass die ganze Familie mitspielen muss. Beim letzten Versuch mit „Das Spiel beginnt“, waren die Kinder Hauptakteure der Sendung. Diesmal ist es die gesamte Familie, die gegen zwei andere Familien antreten. Es gibt jeweils eine Familie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die um 100.000 Euro kämpfen.

Das Konzept gab es schon einmal zu beginn der 70er Jahre mit „Wünsch Dir was“, dass von Dietmar Schönherr moderiert wurde. Damals traten die Familien in Wissens- und Aktionsspiele gegeneinander an. Daran hat sich nichts geändert. Die Familien müssen verschiedene Aufgaben lösen. Dafür mussten die Väter sogar bis nach Bangkok um dort ein Tuk Tuk zufahren. Gelenkt wurden sie dort durch die Familie daheim. Oder man spielte Grimassenraten im Studio oder ein Fragespiel, bei dem die Familien auf einem Sofa saßen, das sich bei jeder falschen Frage neigte, bis alle herruntergefallen sind. Oder man wirft Müllbeutel in einen Korb. Zwischendurch immer mal wieder ein Einspieler, bei dem Personen auf der Straße zum Thema Familie befragt wurden. Alle Antworten sind natürlich positiv. Die Schleimspur zieht langsam ihre Bahnen.

Zwischen den Einspielern kommen noch Einspieler von den Aufgaben der Familien. Vielleicht wurde das Studio nur stundenweise angemeldet und hatte somit weniger Drehzeit dort. Sie könnten die Zeit noch etwas kürzen, wenn sie die Regeln, der einzelnen Spiele, nicht so lang und breit erklären würden.

Moderiert wird 4 geben alles von Steven Gätjen. Mittlerweile habe ich schon Mitleid mit ihm. Bei Pro Sieben konnte er Schlag den Raab machen, was ihm offensichtlich Spaß gemacht hat. Beim ZDF sieht es immer so aus, dass ihm alle Showformate gegeben werden, aber die Shows passen nicht zu ihm.

Ich bin schon froh, dass er jetzt zumindest ein Kinoformat bekommen hat und so ein Teilbereich seiner Kompetenz im Fernsehen ausleben kann, wenn auch nur am Programmrand.

Am Ende stimmt das Studiopublikum mit Emotionsarmbändern über die Sieger ab, wenn sie nicht eingeschlafen sind.

Müssen immer Kinder in einer Familienshow dabei sein?

Ziehen Kinder im Fernsehen überhaupt noch? Mich schreckt das eher ab. Wenn Kinder im Spiel sind, werden die Regeln schon mal ein bisschen gedehnt, weil das Kind am Ende nicht traurig ist. Das macht das Spiel einfach langweilig. Bei „Das Spiel beginnt“, hat das ZDF schon eine Sendung, in der Kinder gegen Erwachsene (in dem Fall Prominente) gegeneinander antreten. Jetzt gibt es noch ein Format, wo die Kinder im Vordergrund stehen. Gut, bei dem Format ist, dass nicht nur die Kinder gegen die Kinder spielen, sondern der beste der Familie gegen den anderen besten der Familie. So kann es sein, dass auch die Erwachsenen gegen die Kinder spielen.

Vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe. Aber sollte eine Samstagabendsendung nicht alle Leute ansprechen und nicht nur Familien mit Kindern? Ich bin gespannt auf die Quoten von 4 geben alles.

 

My idiot friend

My idiot friend ist die neue Show von Joko und Klaas. Ja, sie machen mal wieder eine Show. Diesmal nicht am Samstagabend, sondern am Donnerstagabend in Konkurrenz mit Jan Böhmermann. Die Show ist eine Auskopplung aus „Die beste Show der Welt“ von Joko und Klaas, die im August bei Pro Sieben lief. In der „Die besten Show der Welt“ wurden Showkonzepte von Joko und Klaas erdacht und vor Publikum getestet. Das Publikum durfte abstimmen. My idot friend bekam damals eine hohe Zuschauerwertung und wurde zu einer eigenen Show.

Es werden mal wieder Menschen hinters Licht geführt. Diese Showidee gibt es schon seit Anbeginn des Fernsehens. „Verstehen sie Spaß“, „Versteckte Kamera“ und auch Pro Sieben hatte mit „Prankenstein“ schon solch eine Sendung. Diesmal ist es ein bisschen anders. Es gibt zwei Prominente und ihre „Freunde“. Die Promis werden reingelegt. Die MAZ stoppt am entscheidenden Punkt und die Freunde erraten, wie es weitergeht, und bekommen dafür Punkte.

Palina wurde in die Autowaschanlage nass gemacht, weil die Fenster sich plötzlich öffneten. Bei dem einen von Bosshoss wurde ein anhänglicher Fan ins Hotelzimmer gelassen, der das natürlich ausnutze, Brüderschaft trank und sich ein persönliches Tattoo von dem von Bosshoss wünschte.

In der zweiten „Runde“ gab es eine weitere MAZ von den beiden reingelegten Prominenten und das Spiel begann von vorn. Wieder musste erraten werden, wie es weitergeht.

Joko und Klaas moderieren My idiot friend solide weg. An der einen oder anderen Stelle kann man auch mal schmunzeln, sowohl bei den Moderationen als auch bei den Filmchen.  Olli Schulz ist eine Bereicherung für die Sendung, weil er versucht ein bisschen Stimmung zu machen und nicht nur einfach die Antwort gibt.Wie die Freunde des Prominenten in Verbindung stehen, wird leider nicht erklärt. Bei Palina kann man es sich denken, aber bei Bosshoss scheinen die Freunde recht willkürlich gewählt worden sein. Für eine einstündige Sendung mitten in der Woche ist das in Ordnung. Bisher wurden zwei Ausgaben produziert.

Gäste neben Palina Rojinski und dem einen von Bosshoss waren Nikeata Thompson, Olli Schulz, Lena Meyer-Landrut, die Palinas Freunde waren und für den einen von Bosshoss waren Franziska Knuppe, Uwe Ochsenknecht und Wolfgang Niedecken im Rateteam bzw. als Freunde geladen.

Der Bundesvision Dance Contest oder Deutschland tanzt

Es ist wieder so weit. Stefan Raab präsentiert den jährlichen Bundesvision Song Contest mit 16 Musikern und Bands aus allen Bundesländern Deutschlands. In Anlehnung auf den Eurovision Song Contest rief Raab 2005 die Veranstaltung ins Programm. Es sollte auch unbekannten Musikern die Möglichkeit geben, sich der großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch in diesem Jahr stehen auf der Künstlerliste neben bekannten Musikern auch unbekannte Musiker und Bands. Am Ende entscheiden die einzelnen Bundesländer mit ihren Zuschauern, wer den Abend gewinnt.

Du ähm … die singen da heute nicht. Das ist eine Tanzshow und der Raab macht auch nicht mit.

Oh, und ich habe mich schon auf die Schaltungen in die Radiostationen der einzelnen Sender gefreut, wenn diese wieder versuchen mit zehn Personen Stimmung zu verbreiten.

Dann kommentiere ich eben eine weitere Tanzshow im deutschen Fernsehen.

Das Prinzip des Bundesvision Song Contest ist bei Deutschland tanzt ähnlich. Es treten aus jedem Bundesland jeweils ein Prominenter bzw. ein Paar an. Auch hier kennt man die Prominenten mehr oder weniger.

Es wird drei Shows geben. In Show eins tanzen alle 16 Bundesländer. Die Zuschauer wählen dann nach dem klassischen ESC Schema mit maximal 12 Punkten ihre 12 Kandidaten für das Halbfinale in der nächsten Woche. Nächste Woche wird das Teilnehmerfeld durch das Voting halbiert und die Gewinner ziehen ins Finale ein.

Moderiert wird von Lena Gercke. Backstagereporter ist Ingmar Stadelmann. Die Jury, bestehend aus der Expertin Nikeata Thompson, die man schon in der Jury von Got to dance gesehen hat und Roman Frieling Profitänzer. Beide kommentiere ihre Bewertung ohne Jurypult vom Kommentatorenplatz. Hätte man auch einfach ein Jurypult hinstellen können.

Ingmar Stadelmann befragt nach dem Tanzen die Tänzer. Dabei fällt der ein oder andere Witz, was sehr ein bisschen mehr Unterhaltung in die Sendung bringt. Lena Gercke ist auch da. Man bemerkte sie kaum.

Vor jedem Tanz gibt es natürlich einen minutenlangen Einspieler, weil es ohne Einspieler nichts mehr im deutschen Fernsehen geht. Wie soll man sonst die Person bewerten? Durch den Tanz vielleicht? Es gibt vor jedem Tanz einen Einspieler. Danach tanzt der Prominente kurz. Die Einspieler sind fast 3 Minuten lang und getanzt werden 90 Sekunden. Die Tanzart ist breit gefächert und reicht von Standardtanz, Ausdruckstanz zu modernen Hip-Hop.

Bei der Auswahl der Prominenten hat man keine vollkommenen Bewegungslegastheniker gewählt, sodass alle irgendwas auf die Bühne brachten, ohne sich großartig zu blamieren. Friedrich Lichtenstein tanzte weniger, aber machte aus seinem Auftritt eine Performance mit guter Musik.

Viel Beifall bekam die gehörlose Schauspielerin Kassandra Wedel, die die Musik nicht hören konnte, dafür aber den Beat spürte.

Nachdem alle getanzt haben, gibt es  die Schnelldurchläufe und die Kombinationstafel mit den Zahlen, wie man für seinen Tänzer wählt. Dann wurde in die einzelnen Bundesländer geschaltet. Dort waren wieder einige komische Gestalten. Also das Übliche.

Braucht es wirklich noch zwei weitere Shows? Bei 16 Bundesländern mit jeweils einem Einspieler, dem Tanz und der Nachbesprechung zieht sich die Sendung. Kürzere Einspieler hätten der Sendung gut getan. Man hätte es ruhig den Bundesvision Dance Contest nennen können. Nächste Woche sind es dann nur noch 12 Tänzer und die Länge der Show wird noch ein bisschen gestreckt.

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