Monat: September 2016 (Seite 1 von 2)

FUNK ist da. Endlich ist das Jugendangebot da

Funk ist da. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt, dass es jemals kommen wird. Seit VIER Jahren wird darüber gesprochen. Gefühlt noch länger. Ich kann mich an Situationen erinnern, bei denen ich darüber gelesen oder gesprochen habe, die scheinen schon ewig her zu sein.

Mittlerweile gehöre ich nicht mehr zur Zielgruppe der 14 bis 29 Jährigen. Ich glaube, beim Kinderkanal gingen die Entscheidungen schneller. Jetzt haben sie es geschafft. Das neue Angebot ist aber kein Sender im klassischen Sinne, wie man es von der alten ARD und dem alten ZDF denkt. Um es kurzzufassen: es ist vieles aber kein Sender und findet nur in diesem Internet statt. Beachtet man die Zielgruppe, die sich in dem Alter selten im klassischen Fernsehen aufhält, ist das schon ein großer Schritt für ARD und ZDF.

Was guckt denn die Jugend von heute? Dämliche Youtuber, die Klicks mit Pranks generieren oder Clickbait verstanden haben?

Die neue Plattform von ARD und ZDF will informieren, orientieren und unterhalten und hat sich ein Contentnetzwerk zusammengesucht, mit dem sie die Zielgruppe ansprechen möchte. Seit gestern gibt es einen Clip auf dem Youtubekanal. Der Clip wurde vermutlichen von jemanden erdacht und erschnitten, der gerade im Ecstasyrausch ist.

Wo kann ich das „Angebot“ finden?

Man wird dieses neue Internetz dafür nutzen, von dem man zurzeit einiges hört. Youtube, Facebook, Snapchat und eine App wird man den Content abrufen können. Yolo

Da die Zielgruppe der 14-29-Jährigen doch sehr groß ist und unterschiedliche Ansprüche hat, teilt man die Zuschauer in vier Gruppen ein (14 bis 16-Jährige, 17 bis 19, 20 bis 24 und 25 bis 29). Zum Start gibt es 40 Formate, die sich über die Zielgruppen verteilen.

Mindestens einmal pro Woche will man neue Inhalte schaffen. Das hört sich sehr wenig an, wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen Jugendsender handelt, der Zuschauer hat, die viel Input brauchen und von allen Seiten auch bekommen.

Was läuft?

Es ist eine Mischung aus bekannten und etwas unbekannteren Gesichtern geworden.

Rayk Anders, der auf seinem Youtube-Kanal über die Themen der Zeit redet.

Fynn Kliemann, der auf einen alten Bauernhof das „Kliemannsland“ errichtet hat, dass man ebenfalls schon bei Youtube sehen kann. Aber auch größere Youtuber wie Le Floid, der neue Spiele vorstellen wird und Coldmirror mit einer animierten Webserie, bekommen Platz.

Die btf (Produktionsfirma vom Neo Magazin Royale) ist mit dabei und mit der Sketch-Comedy „Gute Arbeit Originals“ mit Florentin Will und Katjana Gerz. Die Rocket Beans bekommen ein neues Gaming Format mit neuen Moderatoren, dass auf ihrem Live Channel laufen wird.

Außerdem noch die Mockumentary „Hoff The Record“ mit David Hasselhoff. Funk hat sich des Weitern noch die Serie „Fargo“ und „The Aliens“ gesichert.

Es ist eine Mischung aus Youtuberproduzenten und junge Produktionen  von ARD und ZDF.

Funk startet am 1. Oktober.

Das Auswärtsspiel – Chaos pur bei ProSiebens neuer Show

Auswärtsspiel? Schon wieder Fußball? Nein, diesmal nicht. ProSieben versucht sich an einer neuen Samstagabendshow. Immer noch auf der Suche Schlag den Raab zu ersetzen, das im Übrigen vor 10 Jahren zum ersten Mal ausgestrahlt wurde.

Diesmal soll es eine Überraschungsshow sein. Diesmal wird nicht nur der Kandidat überrascht, sondern auch mögliche Mitbewohner, weil die Show im Wohnzimmer des Kandidaten stattfindet. Moderiert wird die Show von Palina Rojinski und Elton. Frank Buschmann kommentiert. Es geht um 100.000 Euro. Es gab 5.312 Bewerber für die Show. Aus diesen Bewerbern wurden 20 potenzielle Kandidaten ausgewählt, bei denen es plötzlich an der Tür klingeln kann und alles, was zu einer Show gehört aufgefahren wird. Alles im Vorgarten und in der Wohnung, inklusive Musikgäste.

Mit den 20 Kandidaten wurde im Vorfeld gesprochen, was es bedeutet, wenn so eine Show nach Hause kommt. Bei zehn Personen wurden schon die Wohnungen vermessen, damit die Moderatoren und Spiele geprobt werden können.

Irgendwo habe ich das doch schon mal im Joko und Klaas Kosmos gesehen. Stimmt. Joko und Klaas überraschten einen Zuschauer in dessen Haus und bauten dort ihr Studio auf, um Neo Paradise von dort aus zu senden (die Älteren erinnern sich).

Jetzt gibt es eine Samstagabendshow aus dem Wohnzimmer. Neun Runden werden gespielt.

Erst einen Kandidaten anrufen und Hoffnungen schüren und dann doch absagen. Erst im zweiten Ansatz wurde der richtige Kandidat überrascht. Die Kandidaten haben natürlich den Fernseher an und haben schon vermute, dass sie es sind. Auch, weil sich vor dem Haus schon Zuschauer aus der Nachbarschaft angesammelt haben.

Erst mal rein ins Haus mit der Technik. Erst mal gucken, was im Kühlschrank ist und die Familie vorstellen. Eine Familie mit fünf Kindern und einem Hund. Langsam baut sich auch die Technik im Haus auf und draußen werden die Regeln erklärt. Auf dem Sportplatz in der Umgebung werden die größeren Spiele aufgebaut. Dann folgen auch schon die ersten prominenten Gegenspieler Lilly Becker, Thore Schölermann und Guido Cantz.

45 Minuten bis zum ersten Spiel. Es gibt einen Motorroller für den Kandidaten oder für die Zuschauer, wenn er das Spiel nicht gewinnt. So zieht sich das Konzept durch den Abend. Es gibt einen Sachpreis, den der Kandidat gewinnen kann oder eben der Zuschauer. Zusätzlich bekommt der Kandidat nach jedem gewonnenen Spiel einen Pfeil. Mit diesem Pfeil muss der Kandidat im Finale dann auf einen Luftballon in seiner Einfahrt werfen, wenn er diesen trifft, bekommt er die 100.000 Euro. Je mehr Spiele der Kandidat gewinnt, desto mehr Pfeile hat er und größere Chance mit einem dieser Pfeile den Luftballon zu treffen.

Nach dem Geschicklichkeitsspiel, das man einfach im Wohnzimmer veranstalten kann, kommt dann das erste „sportliche“ Spiel und schon wird der Garten zum Spielfeld. Das Auswärtsspiel hinterlässt Spuren. Ich möchte das Grundstück am nächsten Tag sehen. Man sah auch schon, dass die Crew bei der Hecke nicht sehr pfleglich umging und diese kurzerhand abschnitt. Die 100.000 wird die Familie vermutlich nutzen, um die Schäden auszubessern. Größere Spiele werden auf dem Sportplatz in der Nähe aufgebaut. Dort kommt ein bisschen Schlag den Raab Feeling auf und man merkt nicht mehr, dass es eigentlich in einer Wohngegend ist.

Der Kandidat gewinnt fast jedes Spiel. Erst zum Ende gewinnen auch mal die Promis. Trotzdem zieht es sich ein bisschen. Das hat man bei Schlag den Raab/Star ebenfalls.

Das Auswärtsspiel ist ganz nett und auch für die Samstagabendshow geeignet, aber das die Spiele auswärts stattfinden, bringt nicht so viel Mehrwert. Im Studio jemanden überraschen hätte es auch getan. Schlag den Star im Haus und mit wechselnden Stars. Man könnte das einfach ins Studio verlegen, also das Schlag den Star Konzept in Promi vs. Normalo ändern.

Bei Zimmer frei sind alle Zimmer belegt

20 Jahre lang suchten Christine Westermann und Götz Alsmann nach neuen Mitbewohnern. Jetzt ist die Zimmersuche abgeschlossen und es wohnen über 600 Persönlichkeiten in der Fernseh-WG des WDR. Es wird wohl die größte WG Deutschlands sein. Jetzt sind alle Zimmer belegt.

Im letzten Jahr gab man bekannt, dass nach 20 Jahren Schluss sein wird mit Zimmer frei. Noch eine Staffel und eine Abschiedsgala zum Schluss. 20 Jahre Christine Westermann und Götz Alsmann als Vermieter und Moderatoren der Fernseh-WG.

20 Jahre lang stellten sich die Prominente bei dem Bewerbungsgespräch und diverser Spielchen vor, um ein Zimmer in der WG zu bekommen. Bei einem gemütlichen Essen wurden die potenziellen Bewohner interviewt und auf Herz und Nieren geprüft. Mit abstrusen Spielchen, dem Bilderrätsel, einem lockeren Talk, der Lobhudelei und am Schluss eine musikalische Darbietung mit Gast und Musiker Götz Alsmann wurde ein neuer Bewohner gesucht. Das Publikum durfte entscheiden, ob der Prominente einziehen darf oder nicht.

694 Episoden gab es. Dazu noch einige Spezialsendungen. Fast 700 Episoden jedes Mal mit einem anderen Prominenten. Nur ca. 25 Personen durften sich ein zweites Mal für ein Zimmer in der WG bewerben, u.a. Hape Kerkeling, Barbara Schöneberger, Sänger Sasha, Jürgen von der Lippe, Andrea Kiewel, Oliver Welke und noch einige andere. Alles Menschen, die in den Anfangsjahren zu Gast waren und bis heute in der Branche arbeiten.

Ich habe nicht alle Episoden gesehen. Der Gedanke, dass ich am Sonntagabend den WDR einschalten konnte und gut Unterhaltung bekam, beruhigte mich. Oftmals hing die Entscheidung, ob ich es gucke vom Gast ab. Einige Folge sah ich ohne den Gast wirklich zu mögen und änderte meine Meinung zu ihm.

Das Zimmer frei Studio wirkte zum Start schon etwas überholt. Es sollte eine Wohnung mit Loftcharakter entstehen, mit Ventilator in der Wand und Wendeltreppe hoch in das WG-Zimmer. Gefallen hat mir das Studio nie. Es hatte Wiedererkennungswert. Auch nach der Renovierung blieb man dem Design treu und änderte zum Beispiel das Sofa und frischte alles etwas auf. Eines blieb immer. Der Tisch in der Mitte, an dem sechs Leute Platz nehmen konnten, aber meist nur drei Personen saßen. Einzig voll war der Tisch als Die Ärzte kamen.

Letzter Gast ist Thomas Gottschalk. Danach noch eine Abschiedsgala mit vielen Gästen, die sich verabschieden möchten. Meiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt. 20 ist eine gute Zahl für ein Format im Fernsehen.

Jetzt sind alle Zimmer belegt.

OGOT Vier alte Männer auf dem Jakobsweg

OGOT – Old Guys on Tour.

Kennen Sie noch Björn-Hergen Schimpf, Frederic Meisner, Jörg Draeger, Harry Wijnvoord und Karl Dall? Ich hoffe doch. Karl Dall ist des Öfteren mal irgendwo im Fernsehen zu sehen. Harry Wijnvoord wird gelegentlich aufgetaut, wenn der Fernsehgarten Holland als Thema hat oder WM/EM ist und man gegen Holland spielen muss. Früher Moderator von Der Preis ist heiß (Bitte, nicht überbieten). Von den anderen drei habe ich schon lange nichts mehr gehört, sodass ich erst mal bei Wikipedia nachlesen musste, was sie nach ihren Shows gemacht haben. Tele 5 zeigt im Auftakt fast zwei Stunden den Beginn und die Ankunft der Pilger. Die Sendung wird in den nächsten Tagen von Samstag bis Mittwoch am Abend.

Björn-Hergen Schimpf kenne ich hauptsächlich aus der Neuauflage der Ratesendung Was bin ich?, die von 2000 bis 2005 bei Kabel 1 lief. Dunkel kann ich mich auch noch an Karlchen, einer Handpuppe, die von Schimpf gespielt wurde und das aktuelle Tagesgeschehen bei RTLplus (dem alten RTLplus) frech kommentiert hat.

Frederic Meisner drehte jahrelang am Rad beim Glücksrad. Zehn Jahre lang moderierte er die Show und fast alle Comeback Versuche des Glücksrads.

Jörg Draeger hatte von 1992 bis 1996 eine Beziehung mit dem Zonk bei Geh auf Ganze! im Sat 1 Vorabendprogramm.

Diese vier in die Jahre gekommenen Herren (63 bis 72 Jahre alt) wollen nun bei Tele 5 den Jakobsweg (857 km) pilgern. Moderiert und kommentiert wird das von Karl Dall, der in einem bequemen und klimatisierten Begleitfahrzeug die Vier begleitet und über die Dinge abseits des Pilgerwegs berichtet. Das haben ja schon einige Prominente gemacht.

OGOT  ist eine ehrliche Sendung. Die Herren sind nicht mehr die Jüngsten. Sie werden von einem Arzt durchgecheckt, der sie während des gesamten Weges überwachen wird. Schon nach kurzer Zeit geht das Gejammere los. Trotzdem haben sie immer einen Spruch auf den Lippen. Harry und Björn-Hergen Schimpf haben sich schon nach kurzer Zeit gefunden und machen sich über die anderen lustig. Die Landschaft ist so schön. Und diese Steine auf dem Boden. Es ist so schön

Karl Dall kommentiert das alles mit seinem typischen Humor und derben Sprüchen.

Tele 5 hat es geschafft eine Sendung zu produzieren, die Spaß macht. Mit den pilgernden Moderatoren kann man sich nochmal an die alten Shows der 90er Jahre erinnern. Dazu noch ein bisschen Witz bei der Produktion, schöne Songauswahl und schon hat man eine super Unterhaltungssendung.  Mal sehen, was die Quoten dazu sagen.

Gesponsert wird die Sendung von Perpedes – Vorsprung ohne Technik.

Böhmermann eskaliert – Am Ende musste ich weinen

Der Böhmermann … das Neo Magazin begeistert mich immer wieder. War es nach der Sommerpause doch etwas mau mit den Gags und Aktionen, brachte die Show mich in dieser Woche wieder zum Entzücken.

Es war keine normale Sendung. Die Sendung zog sich quasi über eine ganze Woche hinweg und begann nach der letzten Sendung vorheriger Woche. Jan Böhmermann meldete sich zunächst mit Bildern bei Twitter und später mit einem Video bei Youtube. Bei den Bildern lief es mir kalt den Rücken runter. Bilder der Verwüstung. Bilder direkt aus Köln-Ehrenfeld. Bilder, die man hier in Deutschland nicht für möglich gehalten hat.

Danach meldet sich Jan Böhmermann persönlich mit einem Video auf seinem Youtube Kanal. Die Verzweiflung steht in seinem Gesicht. Er kann nicht mehr. Die Kritiken der letzten Sendungen waren hart. Die Erdogan Geschichte belastet ihn. In so schwierigen Zeiten für Böhmermann sollten zumindest seine Redaktion und sein Team hinter ihm stehen. Die feiern aber lieber nach der Show mit Hunderten Leuten am Backstageausgang des Studio Königs in Köln-Ehrenfeld und räumen den Mist danach nicht auf. Die Gags sind auch nur so mittel. In der Küche liegen iPads mini zwischen Dreck. Doch dann der größte Skandal. Jan erzählt in dem Video eine Geschichte, die mich zum Weinen brachte.

Nach der Aufzeichnung verlies er das Studio und wollte nach Haus zu seinen zwei bis zehn Kindern, die er von unterschiedlichen Frauen hat. Wieder musste er durch die Partymenge, die sich am Backstageausgang gebildet hat und die ihm ein Dorn im Auge ist. Dann passierte es. Im Tumult trat er auf den neuen Studiohund. Dieser fackelte nicht lang und biss Böhmermann. Am nächsten Tag auf dem Studiogelände sah man das Ausmaß dieser Fete. Überall Chaos. Böhmermann reichte es und kündigte an, dass er in der nächsten Woche nichts für die Sendung vorbereitet und die Redaktion und Autoren das alles schön selbst machen, sollen. Ohne Böhmermann, der sehr viel Zeit in die Sendung steckt. Mit Jan zusammen streikten auch Autor Ralf Kabelka und Dendemann. Sie wollen erst am Mittwoch (Aufzeichnungstag) kurz vor der Sendung ins Studio kommen, um die Sendung zu machen.

Der Krieg unter den Autoren und Jan Böhmermann begann. Auf den sozialen Medien sah man die Streitereien zwischen den beiden Seiten.

Kurze Zeit später tauchte bei DWDL eine Stellenanzeige auf, die einen neuen Moderator für das Neo Magazin Royale sucht. Böhmermann reagierte kühl auf die Vorwürfe des Teams vom Neo Magazin, die nach und nach an die Öffentlichkeit kamen. Das Team verhöhnten ihren Chef, der sich bereit erklärt hatte das Urteil für die vorherige Sendung aufzunehmen, in dem sie das Video so zusammenschnitten, dass die Aussagen von Böhmermann einfach umgedreht wurden.

Die Freizeit nutzte Böhmermann und machte einen Ausflug mit Ralf Kabelka. Sie fuhren mit der Ducati von Ralf durch Köln, fuhren mit der Seilbahn, ließen sich massieren und gingen zusammen essen. Am Mittwoch kurz vor der Sendung noch ein kurzes Video von einer Dachterrasse, die Böhmi zeigte, wie er sein Lieblingsgetränk Cola trank.

Es ist Donnerstag der 15. September 2016 im ZDI beginnt die Show. PENIS. Wie erwartet war Böhmermann und Kabelka nicht ganz allein bei ihrem gemeinsamen Ausflug. Die Ereignisse werden rekonstruiert und mit Zeugenaussagen untermalt. Grausam, was man dort sehen muss. Die Sendung beginnt wie gewohnt mit dem Stand-up. Dabei sitzen die Schuldigen mit im Studio und müssen live miterleben, wie ihre vorbereitete Sendung beim Publikum ankommt. Dendemann, Kabelka und Böhmermann haben keine Ahnung, was passieren wird in der Show. Die Show dreht sich und zeigt die Ereignisse aus der Perspektive der Autoren. In einem Einspieler lässt man das eigentliche Opfer, der Studiohund Luna, zu Wort kommen. Sie erzählt von ihrer bewegenden Geschichte, wie sie zum Neo Magazin Royale gekommen ist. Selbst Jan Böhmermann ist ergriffen.

Es folgt das Interview mit dem Gast Frank Thelen, bekannt aus der Höhle der Löwen bei VOX. Es folgen zwei Spiele, die die Redaktion schon immer spielen wollte, aber Böhmermann es immer wieder ablehnte. Es wird Fischtennis und Aalgolf Hitler mit gefrorenen Fischen und Aalen gespielt.

Zum Schluss noch ein Song von Jan, der als Entschuldigung für alle Opfer der Sendung dienen sollte. Zu Volker Lechtenbrings „Ich mag“ entschuldigte sich Jan. Als Überraschung wurde Luke Mockridge, der spielend am Klavier saß, auf die Bühne geschoben und sang ein Duett mit Jan Böhmermann.

Sie haben es wieder geschafft

Wer das Neo Magazin Royale kennt, weiß das solche Aktionen minutiös geplant werden. Dennoch versuchten sie den Anschein zu wahren, dass Böhmermanns Videos und Reaktionen echt waren. Am Ende kann ich nur sagen, dass die btf sehr kreativ solche Aktionen umsetzt.

Mit dem Risky Quiz riskiert Pro Sieben nicht viel

Im Sandwich zwischen der neuen Staffel The Big Bang Theory und der fast neuen Staffel Circus Halli Galli, schiebt Pro Sieben das Risky Quiz ein. Moderiert wird die Sendung von Jeannine Michaelsen, die bisher hauptverantwortliche Moderatorin für Formate mit Joko und Klaas ist. Aurel Mertz, der dem Pro Sieben Zuschauer vielleicht noch unbekannt ist moderiert das Online-Fake-Quiz im kleineren Studio. Aurel Mertz ist Absolvent der Frank Elstner Masterclass, die auch der Beefträger von Jan Böhmermann Florentin Will besuchte. Außerdem hat er noch seine eigene Late-Night-Sendung bei Tele 5.

Fünf Folgen wird es von dem Format geben. Das Kandidatenpaar denken sie wären in einer Online-Quizsendung und spielen um 2.500 Euro. In der Sendung wird das Paar getrennt und einer der Kandidaten landet in einem großen TV-Studio. Der andere bleibt in dem bewusst billig aussehenden Fake Studio eines angeblichen Onlinequiz’. Die Moderation in dem Studio übernimmt Jeannine Michaelsen. Hier erfährt der Kandidat, dass die Gewinnsumme nicht 2.500 Euro hoch ist, sondern 25.000 Euro.

Der Partner im großen Studio darf nun die Fragen für seinen Partner, der sich noch immer im kleinen Studio befindet, aussuchen. Der Kandidat im kleinen Studio hat keine Ahnung, dass er um 25.000 Euro spielt und das der Fragensteller Aurel Mertz von Jeannine ferngesteuert wird und manchmal komische Befehle ausführen muss.

Schon 10 Minuten vergangen. Das Trennen der Freundin von ihrem Freund hat nur ein paar Minuten gedauert, aber Jeannine Michaelsen muss noch eine Runde quatschen. Sie erfährt, was wirklich passiert und schon geht es los. Der Kandidat bekommt nun die ersten Fragen. Er kann zwischen zwei Gebieten wählen und die Freundin bekommt die konkrete Frage, die er dann beantworten muss.

Die Fragen sind einfach und dadurch, dass der Kandidat schon sein präferiertes Feld aussuchen kann und dann noch die Freundin eine passende Frage auswählen kann, wird es noch einfacher.

Das Risky Quiz plätschert dahin. Die Frauen im großen Studio und die Männer im kleinen Onlinestudio. Mehr passiert auch nicht wirklich. Das Publikum guckt sich das Onlinequiz auf einen Monitor im Studio an. Das könnten sie auch vor dem Fernseher zu Hause.

Wir haben 100 Menschen gefragt: Was ist Jeopardy und Familienduell?

Kurz nachdem bekannt wurde, dass RTL RTLplus wieder aufleben lassen will und dort TV Klassiker zeigen will, wurde auch bekannt, dass sie die 90er Jahre Klassiker Familienduell, Jeopardy, Ruck Zuck und das Glücksrad zeigen wollen. Nicht die alten Folgen, sondern neue Produktionen. Die Freude war groß. Sind die meisten mit den Shows aufgewachsen und kennen bis heute einige seltsame Antworten. Die Ernüchterung kam, als RTL die Moderatoren der Shows bekannt gab. So wird Jeopardy von Joachim Llambi moderiert. Inka Bause übernimmt das Familienduell, Jan Hahn das Glücksrad und Ruck Zuck wird von Oliver Geissen moderiert. Also die üblichen RTL Nasen und nicht die Originalmoderatoren, die zumindest bei Ruck Zuck mit Jochen Bendel und das Familienduell mit Werner Schulze Erdel noch gut ins Bild gepasst hätten.

Zunächst zeigt RTLplus nur Jeopardy und Familienduell. Die beiden anderen Shows folgen im Oktober. Überraschenderweise werden die Shows nicht als eine große Show aufgezogen, sondern im Vorabend für je 30 Minuten gezeigt. Es kommen je Show zwei Folgen beginnend mit Was ist Jeopardy?.

Jeopardy wurde von 1994 bis 1998 von Frank Elstner moderiert. Davor hieß die Sendung Riskant! und wurde von Hans-Jürgen Bäumler moderiert. Der Kandidat musste aus verschiedenen Themenfeldern und Schwierigkeitsstufen wählen und in Frageform antworten.

Die Wartemelodie ist fast die alte. Puh, schon die erste Hürde geschafft. Die Kandidaten sind normale Menschen und schon geht es los. Es wird ein sehr schnelles Tempo vorgelegt. Die Kategorien der Fragerunde werden genannt und es geht los. Nach der ersten Raterunde folgen eine kurze Vorstellungs- und Smalltalkrunde und dann geht es auch schon weiter mit der nächsten Wand. Llambi führt souverän durch die Sendung. Zack ist die erste halbe Stunde und damit die Sendung vorbei. Lambi verabschiedet sich und schon startet die neue Folge. Die Doppelprogrammierung wirkt ein bisschen fehl, weil Llambi sich verabschiedet kurz danach wieder da ist.

Man ist sehr nah an der alten Sendung geblieben. Man hat es wirklich geschafft ein altes Format zu modernisieren ohne es zu zerstören.

Auch das Familienduell wurde entstaubt

Das Prinzip ist einfach. Im Vorfeld werden 100 Menschen gefragt und die Kandidaten müssen die Top-Antwort herausfinden. Die Kandidaten sind zwei Familien bestehend aus fünf Mitgliedern. Hat ein Kandidat die Runde auf seine Seite geholt, müssen die Familienmitglieder nun die restlichen Antworten finden. Über vier Runden wird gespielt. Danach kommt das Finale in dem ein Familienmitglied fünf Fragen gestellt werden, die es in ein paar Sekunden beantworten muss. Auch hier werden wieder die Top-Antworten gesucht. Die Familie mit den meisten Punkten gewinnt 3.000 Euro und tritt in der nächsten Folge gegen eine neue Familie an. Schafft eine Familie fünf Mal das Finale zu erreichen, wird um eine Summe von 30.000 Euro gespielt.

Auch hier hat man sich dem alten Sounddesign bedient, was an die guten alten Zeiten erinnert. Der X-Sound wurde aber leider erneuert. Der Spielablauf ist der von früher, nur das Studio wurde modernisiert. Inka Bause trägt keine Tennissocken.

Sie führt gut durch die Sendung. Die Gespräche könnten ein bisschen gehaltvoller sein als zwei Schwestern zu fragen, ob sie sich früher gestritten haben.

Let’s dance dance dance!

Noch eine Tanzshow im Fernsehen. Nach Let’s Dance musste RTL unbedingt noch eine Tanzshow haben. Diesmal werden in sechs Shows berühmte Musikvideos oder Filmszenen von Prominenten nachgetanzt oder nachgespielt. 9 von 10 Frauen und Nazan Eckes sowie Jan Köppen moderieren die Sendung. Bewertet wird die Tanzperformance von Sophia Thomalla, die ihr Tanzwissen aus einer Staffel Let’s Dance mitgebracht hat. DJ Bobo, der seit den 90ern mit großen Bühnenshows durch die Lande zieht und Cale Kalay, der sonst für Helene Fischer tanzt. Zehn Punkte werden von jedem Jurymitglied vergeben und am Ende fliegt das Paar mit der geringsten Anzahl an Punkten raus.

Die Konstellationen bei den Tanzpaaren sind sehr unterschiedlich. So tanzen Mutter und Tochter Schweiger zusammen, die frisch verheirateten Daniela Katzenberger und Lukas Cordalis, Turner Phillipp Boy und sein Kumpel Bene Mayr oder die Köche Mario Kotaska und Alexander Kumptner. Getanzt wird fast im Originalset, was durch moderne 3D-Technik möglich wird und in den meisten Fällen sehr gut genutzt wird.

Wollten sie schon immer wissen, wie der Backstagebereich aussieht? Ich auch nicht. Ah, da können die Kandidaten sich warm machen und die anderen Paare sehen. Spannend. Nicht. Danach folgt der erste Einspieler, der gefühlt Stunden dauert.

Schlechter Tanz wird durch viel Show und aufwendiger Bühnenkulisse wettgemacht.  Bei anderen Tänzen wurden einfach ein paar Kulissen auf die Bühne geschoben. Hier sieht man auch, warum die Sendung nicht live ist. Einige Darbietungen können selbst mit der 3D Technik nicht realisiert werden. So gibt es bei beat it von Michael Jackson einen Außendreh und bei N’Sync einen harten Schnitt, wenn sie von den Schnüren losgeschnitten werden.

Nach den Paartänzen muss einer von beiden noch Solotanzen und wieder gibt es Vorstellungsfilmchen, die jeweils vier Minuten dauern.

Die Sendung besteht zum größten Teil aus Einspielfilmchen und nur ein kleiner Teil der Sendung besteht aus Tanzen. Bei der Musik setzt man auf die Klassiker der Popgeschichte und bringt Stimmung in die Bude.

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