Was ist in der letzten Woche passiert?

Ich hatte schon fast gedacht, dass in dieser Woche nicht viel passiert und dann kamen doch noch einige Meldungen zusammen.

MTV ist zurück im Free-TV

Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an MTV und die ganz Alten an Musikvideos auf MTV. Seit 1981 gibt es MTV. Damals revolutionierte der Sender die Musik. Von da an wurde das Musikvideo zur besten Werbeform für die Bands. Das erste Video, was 1981 lief, war passenderweise Video Killed the Radio Star von „The Buggles“. Es breitete sich über die Erde aus und wurde zu einer sehr bekannten Marke.

Anfang der 2000er änderte sich die Musikindustrie und damit änderte sich auch MTV. Das Programm wurde verändert und die Musikformate immer mehr verdrängt und setzte auf Realityformate aus den USA.

Vor sieben Jahren verschwand MTV Germany aus dem Free-TV. Im Oktober 2015 wurde es dann vollkommen eingestellt und man zeigte das Schweizer MTV. Seit März 2017 ist der Sender kostenlos über die Internetseite im Livestream empfangbar. Nun kam die Meldung, dass es bald auch wieder im Free-TV zurückkehren soll.

Alles neu macht der Oktober bei ZDFneo

Im Herbst trägt man die Farbe grelb. Das ist eine Mischung aus Gelb und Grün und die neue Farbe für ZDFneo. Außerdem entschied man sich dazu sich vom Hauptsender abzuheben und das „neo“ mehr in den Vordergrund zurücken. Ab Oktober soll das neue Logo und die Farben dann auf dem Sender zu sehen sein.

Kurz vor Veröffentlichung kam noch eine Meldung rein.

Die für den 2. September angesetzte erste „Schlag den Henssler“ Ausgabe muss wegen eines Muskelfaserriss’ verschoben werden. Henssler zog sich die Verletzung beim Training zu. Zu beginn der Woche startete die Werbekampagne zum Raab und Star Nachfolger. Neuer Sendetermin ist der 30. September.

Jetzt noch das Geburtstagskind des Tages:

Harald Schmidt wird heute (18.08.2017) 60 Jahre alt. Glückwunsch

 

Kritik und Anregungen sind erwünscht.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Wir lieben Fernsehen – 50 Jahre Farbfernsehen

Ja, wir lieben Fernsehen. Das ZDF liebt das Fernsehen so sehr, dass sie zum 50. Geburtstag des Farbfernsehns eine bzw. mehr Shows produziert. Moderiert wird die Show von Johannes B. Kerner und Steven Gätjen. Vier Shows wird es von diesem Format geben. In der Show guckt man gemeinsam mit Zeitzeugen auf fünf Jahrzehnte Fernsehen zurück. Jede einzelne Show stellt man unter ein bestimmtes Thema. Beginnend mit „Unsere größten Film- und Serienstars“ werden unsere Spaßvögel das Thema in der zweiten Woche sein und in der dritten Woche die größten Sporthelden. Zum Abschluss verlässt man den Sendeplatz am Donnerstag und wechselt auf den Samstag (2. September) mit dem Thema der größten TV-Momente.

Wir lieben Fernsehen

Am 25.8.1967 drückte Willy Brandt auf der Funkausstellung in Berlin den Knopf für das Farbfernsehen. Eine neue Ära wurde damit eingeläutet. Für Farbfernsehbesitzer wurde alles bunt. Für die Personen, die noch keinen Farbfernseher hatten, wurden in der Anfangszeit die Farben erklärt.

Die meisten Gäste werden sofort aufs Sofa gesetzt. Es wird gemütlich losgeplaudert und in Erinnerungen geschwelgt. Zwischendurch mal ein kleines Spielchen und neue Gäste. Durch die Einspieler hastet man ein bisschen durch, weil es vermutlich Lizenzprobleme gibt, wenn man mehr zeigt. Immerhin beleuchtet man das gesamte Fernsehen und nicht nur die ZDF Formate. Selbst das Privatfernsehen bekommt Zeit.

Sehr positiv ist, dass man die Show nicht über Stunden zieht, sondern auf angenehme 90 Minuten begrenzt. In diesen 90 Minuten werden leider zu viel gequatscht und zu wenige alte Ausschnitte gezeigt. Überhaupt der Schnitt, der Sendung, sollte noch mal neu gemacht werden. Stellenweise ist der echt mies.

Die Doppelmoderation war unnötig. Johannes B. Kerner oder Steven Gätjen hätten es auch allein hinbekommen. Scheinbar traut man Gätjen es noch immer nicht zu, dass er eine Show allein moderiert.

Fazit:

Weniger Gäste und dafür längere Gespräche mit diesen, statt sehr kurzen Fragen und Antworten. Den Schnitt überarbeiten, mehr Ausschnitte und nur einen Moderator.

In der nächsten Woche gibt es eine neue Ausgabe von Wir lieben Fernsehen.

Wochenzusammenfassung #1

Da mir in diesem Sommerloch langweilig ist, habe ich mir überlegt eine Wochenzusammenfassung der Fernsehthemen zu schreiben. Vermutlich wird diese Rubrik auch nach dem Sommerloch weitergeführt.

Ich werde dies chronologisch machen und mit Themen bestücken, die ich für erwähnenswert halte. Es soll nicht nur eine Aufzählung der Geschehnisse sein, sondern auch meine Meinung dazu abbilden. Sicherlich habe ich nicht zu jedem Thema eine Meinung… Ach, lest am besten selbst.

Jetzt geht’s los

Es wird wieder Containert

Promi Big Brother steht wieder an. Meine Twitter TL hat sich schon den Wecker gestellt. Irgendwelche Sonderzeichen-Prominenz wird irgendwo eingesperrt, damit sie sich vor laufender Kamera an die Gurgel gehen. Diesmal kenne ich von 12 Kandidaten nur vier Personen. „Prominente“ werden sein Willi Herren (Schauspieler), Eloy de Jong (Sänger von Caught in the Act), Sarah Knappik (ist überall dabei), Zachi Noy (Schauspieler „Eis am Stiel“), Maria Hering (Fitnessbloggerin), Steffen von der Beeck (Ex von Jenny Elvers), Claudia Obert (Luxuslady), Evelyn Burdecki (Ex-Bachelor-Kandidatin), Sarah Kern (Modedesignerin), Milo Moiré (Performancekünstlerin), Dominik Bruntner (Mister Germany 2017) und Jens Hilbert (Selfmademillionär). Wer mittlerweile alles als prominent gilt, ist interessant. Promi Big Brother ist das Dschungelcamp für den Sommer, obwohl RTL schon ein Dschungelcamp für den Sommer hat, nämlich das Sommerhaus. Und schon bin ich beim nächsten Thema. Gleiches Prinzip, wie bei Promi Big Brother und Dschungelcamp nur hier sind noch die jeweiligen Partner dabei.

Mal wieder das Thema Drittsendelizenz

Die Drittsendelizenzen war mal wieder Thema in dieser Woche. Diesmal betrifft es Sat. 1, die mit einem Eilantrag erreicht haben, dass sie keinen Drittanbietern Sendeplätze zur Verfügung stellen müssen. Prompt änderte Sat. 1 ihr Programm, sodass wurde das Reise-Format „Grenzenlos“ (samstags zwischen 19 Uhr und 19:55 Uhr) sowie das Format „Dinner Party (Dienstag nach Mitternacht) aus dem Programm genommen. Einzig blieb die „Focus TV Reportage“ am späten Dienstagabend. Das DCTP-Format strahlt Sat. 1 freiwillig aus.

Das Programmkarussell dreht sich

Weiter geht es mit Big Bang Theory TV äh Pro Sieben. Gefühlt besteht Pro Sieben zu 95 Prozent aus Folgen von „The Big Bang Theory“ und 5 Prozent aus deren Wiederholungen. Nun hat Pro Sieben mit dem Nachmittagsprogramm große Probleme und versucht es mit dem Umbau des Sendeplans. Außerdem werden „Die Simpsons“ wieder in einer Doppelfolge am Vorabend gezeigt, was mich und auch einige Andere sehr freut.

Mal gucken, was das Nischenprogramm gemacht hat.

Schon wieder ein Monat rum und Zeit für eine neue Folge „Schulz und Böhmermann“. Diesmal etwas anders. Die Sendung stand unter dem Stichpunkt: Improvisation. Auf dem ersten Blick war die Gästeauswahl noch weniger prominent, als die Kandidaten für Promi Big Brother. Auf dem zweiten Blick erkannte man dann aber die Gesichter. Böhmermann und Schulz luden sich hochkarätige deutsche Schauspieler wie Katharina Thalbach, Lars Eidinger, Iris Berben und Karoline Herfurth, die jeweils eine Rolle verkörperten und somit eine Folge „Schulz und Böhmermann“ improvisierten. Wer die Folge noch nicht gesehen hat, sollte sie in der ZDF-Mediathek nachgucken.

Neuer Look für n-tv

Mit einem neuen Look und neuem Claim wird n-tv ab 1. September senden. Das Logo bekommt ein jüngeres Aussehen und der Claim wird von „Der Nachrichtensender“ durch „Wir bleiben dran“ ersetzt.

@n-tv

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Rach kocht nicht mehr bei RTL

Ok, er hat schon lange nicht mehr bei RTL gekocht. In der letzten Staffel von „Rach, der Restauranttester war er eher damit beschäftigt das Restaurant schön herzurichten, als den Köchen das Kochen zu zeigen.

Noch ein Abgang

Mehmet Scholl verlässt die ARD. Seit 2008 war Scholl Fußballexperte bei der ARD. Zunächst war Scholl an Reinold Beckmanns Seite und zuletzt zusammen mit Matthias Opdenhövel zusehen. Vor nicht allzu langer Zeit beim Confed Cup kriselte es bereits, als Scholl die Sendung verlies. Zunächst schien er sich wieder mit der ARD zu vertragen, doch dann kam die Meldung, dass sie sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt haben.

Noch eine Personalie

Es ist ja schon bekannt, dass Steffen Henssler Vox verlässt und zu Pro Sieben für „Schlag den Henssler“ wechselt. Nun gab Vox bekannt, wie das Nachfolgeformat aussehen soll. Es wird nicht mehr nur einen Koch geben, sondern acht Köche. Das Konzept bleibt im Grunde gleich. Die neue Show wird dann „Grill den Profi“ heißen.

Zum Schluss der Wochenzusammenfassung noch ein paar Sehempfehlungen von mir:

Zum einen die neue Staffel „Kessler ist“ (freitags 22:15 Uhr ZDF) und das neue Format „Sitzheizung gibt’s nicht“ ebenfalls mit Michael Kessler (donnerstags 22:15 Uhr bei ZDFneo). Oder man guckt es im guten alten ZDI.

 

Ihr könnt gerne Kritik und Anregungen zur Wochenzusammenfassung hinterlassen.

Da kommst du nie drauf, dass es noch ein neues Quiz gibt

Und noch ein Quiz. Ich weiß gar nicht, wie oft ich diesen Satz schon geschrieben habe. Da kommst du nie drauf, die hunderste Quizshow (geschätzte Zahl) im deutschen Fernsehen. Gefühlt besteht das Fernsehen nur noch aus Quizsendungen und Krimis. Ach, und bevor ich es vergesse, es ist natürlich mit Prominenten.

Da kommst du nie drauf

Screenshot ZDF

Also noch ein neues Quiz. Die Prominenten bleiben aber immer dieselben. Bei „Da kommst du nie drauf!“ treten Promiteams gegeneinander an. Auch diesen Satz habe ich schon so oft geschrieben. Sie müssen Fragen beantworten. Das ZDF beschreibt die Fragen als ungewöhnlich. Beantworten müssen die Fragen Jorge González, Joachim Llambi, Kayar Yanar, Ilka Bessin (Cindy aus Marzahn), Natalia Wörner und Gloria von Thun und Taxis.

Ob es jemand merkt, wenn ich einfach einen Text von einer anderen Quizshow hierein kopiere?

Johannes B. Kerner moderiert die Show. Eigentlich ist es „Genial daneben“ als Show mit Einspielfilmchen, ohne Hugo Egon Balder, Hella von Sinnen und Bernhard Hoëcker und man bekommt drei kuriose Antworten vorgeschlagen, aus denen man auswählen kann. Es fehlt der Schwung in der Sendung. Insgesamt werden 15 Fragen gestellt. Zu jeder dieser Fragen gibt es einen langen Erklärfilm. für die Kerner teilweise extra in die USA reist.

Es wird nächste Woche noch eine weitere Ausgabe geben.

Wie bekomme ich den Text jetzt gestreckt? Ich könnte noch schreiben, wie das Wetter heute war oder was ich heute zum Mittag gegessen habe, aber das interessiert ebensowenig, wie diese Show. Morgen wird man sehen, was die Einschaltquote zu Da kommst du nie drauf sagt.

Another Brick in The Wall bei RTL

Wie der Name schon sagt, geht es um eine Wand, die sozusagen als Spielfläche dient. Die neue RTL Show ist eine Mischung aus Quiz- und Gameshow, in der ein Kandidatenpaar mehrere Millionen Euro gewinnen können. Das Format stammt aus den USA. Abhängig ist der Gewinn von The Wall, mit der sie die jeweilige Gewinnzwischensumme sich erspielen. The Wall ist schnell erklärt oder man kennt Plinko von „Der Preis ist heiß“ aus den 90ern. Oben wird ein Ball reingelegt, der sich dann nach unten einen Weg bahnt. Durch Stäbe in der Wand kann man den Laufweg des Balls aber nicht genau vorhersagen, weil die Stäbe das einfache Herunterfallen verhindern. Bei RTL ist die Wand allerdings etwas größer (12 Meter). Es gibt grüne, rote und weiße Bälle. Grün bedeutet ein Plus in der Kasse und rote Bälle ein Minus. Die weißen Bälle können durch richtige Antworten in grüne verwandelt werden.

Auch bei dem Kandidatenpaar gibt es eine Besonderheit. Das Paar wird nach der Vorrunde getrennt. Eine Person wird isoliert und weiß nicht, um welche Summen gespielt werden. Der Kandidat in der Isolierbox weiß lediglich die Fragen und muss diese beantworten. Am Ende muss sich der isolierte Kandidat entscheiden, ob er die Summe aus der Vorrunde (die er kennt) nimmt oder die Summe, die an der Wand erspielt wurde.

Eigentlich ist es recht unterhaltsam. Dadurch, dass man nie weiß, wohin die Bälle fallen, kommt etwas Spannung auf, aber drei Stunden mit diesem Spielprinzip sind dann doch etwas langweilig. Dazu kommt noch, dass die Fragen nicht so schwer sind und das erste Paar nach drei Runden nur eine Frage nicht richtig beantwortet hat. Zu dem Zeitpunkt wird der erste Vertrag an die Person in der Isolationszelle geschickt. Dieser kann nun entscheiden, ob er die Summe aus der Vorrunde plus 5.000 Euro pro richtig beantworteter Frage nimmt, oder die erspielte Summe, die er aber nicht kennt und die bei sehr viel Pech auch darunter liegen kann. Dazu muss man aber schon sehr schlecht spielen. Beim ersten Paar endete diese Entscheidung in einem Heiratsantrag und der Entscheidung die tatsächliche Gewinnsumme zu nehmen.

Nach gut einer Stunde ist das erste Paar fertig mit dem Spiel. Das nächste „Pärchen“ (Vater und Sohn) ist an der Reihe. Es geht alles wieder von vorn los. Fast drei Stunden dauert die Show. Man könnte die Show trotz schnellem Tempo auf eine Stunde kürzen und als einstündige Show zeigen. Fast drei Stunden ein Spieleprinzip ist zu lang. Da hilft auch nicht, dass das Publikum schon fast hysterisch auf alles reagiert. Die Kandidaten sind nicht weniger zurückhaltend. Die erste Kandidatin versuchte durch Schreien den Ball in eine bestimmte Richtung zu lenken, was natürlich nicht funktioniert. Kandidat zwei ist auch nicht besser.

Leider ist The Wall nicht live, obwohl das möglich wäre, da so viel Verschnitt nicht anfallen dürfte. Frank Buschmann moderiert die Show, der bei RTL jetzt für die neuen Shows zuständig ist.

Circus Halli Galli schließt die Pforten

Circus Halli Galli endet heute. Ja, das ist noch ein Text darüber. Viele Texte wurden schon geschrieben und ich schreibe auch noch einen darüber, aber die Beiden haben mich gefühlt seit zehn Jahren begleitet. Das klingt jetzt so, als würde die Beiden für immer von der Bildfläche verschwinden.

Nach acht Jahren endet MTV Home, neoParadise und Circus Halli Galli. Von MTV zu ZDFneo endet die Reise nun bei ProSieben. Ganz ist die Reise noch nicht zu Ende. Die Abendformate von Joko und Klaas gehen weiter, nur Circus Halli Galli endet nach neun Staffeln. Die Ankündigung des Endes liegt schon ein bisschen zurück, deshalb hatte sie Zeit sich zu verabschieden, was sie meiner Meinung nach auch getan haben. In der letzten Staffel drehten sie noch mal richtig auf. Scheinbar mit der Prämisse „Was soll ProSieben schon machen?“, es ist die letzte Staffel. Sie erfüllten sich noch einige Wünsche, alte Rubriken kamen noch einmal vor, Liveshows usw.

Circus Halli Galli

Screenshot Circus Halli Galli

Die letzten zwei Jahre habe ich die Sendung nur noch sporadisch geguckt, weil sie sich in meinen Augen nicht mehr so viel Mühe geben haben und nur noch die Rubriken wiederholten, die mir nicht zusagten. „Bei Anruf Udo“ und das ewig Hingehalte von „Aushalten nicht lachen“ ist bei der x-ten Wiederholung nicht mehr lustig gewesen. Zwischendurch kam mal „was mit Saufen“ aber es fehlte an Tiefe, die nur noch manchmal aufblitzte. Bei MTVHome und neoParadise versuchte man sich zumindest an einer gewissen Tiefe mit Aktionen, wie „Stehen, damit es weitergeht“. Bei Circus Halli Galli war es oft nur der „Haudrauf“ Humor. Dennoch war es eine Spielwiese, auf der sich die Produktion hätte austoben können, was sie leider in den letzten Staffeln nicht genutzt haben. Deshalb ist es gut, dass die Beiden jetzt aufhören (vielleicht schon ein Jahr zu spät).

Die letzte Staffel endete emotional schon in der vorletzten Folge mit einem „Rock am Ring“ Spezial. Es wurde noch einmal „Angels“ von Robbie Williams gesungen, wie schon 2010 in einem „Wenn ich du wäre XXL“. Olli Schulz tauchte ein letztes Mal auf.

Die gesamte letzte Staffel war gut. Es gab einige Liveshows mit Livewerbung. Man hatte das Gefühl, dass sich das Team noch mal reinlegt und ein gutes Ende zeigen will, was in den 2-4 Staffeln davor nicht mehr der Fall war. Es war die Luft raus. Matthias Schweighöfer war in jeder zweiten Ausgabe als „Gast“. Die beiden gingen kaum noch raus und ließen die anderen mal machen.

Trotzdem ist es schade, dass damit eine Ära endet. Ein Lichtblick zwischen den zahlreichen „The Big Bang Theory“ Wiederholungen. Wie schon bei TV Total mit Stefan Raab, hätte die Show neue Impulse benötigt, aber man sah sie und freute sich, dass sie noch laufen. Ohne TV Total und ohne Circus Halli Galli fehlt dann doch etwas im Fernsehen.

Trotzdem darf man gespannt sein, wie sich die verbleibenden Formate der Beiden bei ProSieben entwickeln und welche Neuen dazu kommen.

Die letzte Sedung

Die Sendung beginnt dem Rückblick, den sie schon bei der Ankündigung des Endes veröffentlicht haben. Im Publikum sitzen viele Wegbegleiter. Oma Violetta ist in Form eines Bildes da, weil es ihr gesundheitlich nicht so gut geht. Danach kommt mal wieder was mit saufen in Form eines Beitrages, indem Partygänger erzählen, wie sie sich die letzte Sendung vorstellen. An der Stelle merkt man wieder, dass die Show über dem Zenit ist. Der typische Haudrauf Humor. Danach treten Casper und Cro auf. Endlich wird es emotional als Palina die Bühne betritt. Alle Drei erzählen von den Anfängen, wie sie sich gefunden haben. Das sind die Momente in der Show, die es dann doch noch zu einer angemessenen finale Folge machten.

Mit einer rührenden Rede und einer wahnsinns Sequenz, in der alle Mitarbeiter und Wegbereiter mit der MTV Home Musik zu sehen sind, verabschieden sich Joko und Klaas von ihrer Show.

Danke, Circus Halli Galli.

PS: Natürlich war Schweighöfer auch in der letzten Show.

Bares für Rares im XXL Format

Das Erfolgsformat Bares für Rares beim ZDF hat es in das Abendprogramm geschafft. Trödelmärkte sind beliebte Orte und so wurde es Zeit, dass diese auch ins Fernsehen kommen. Das erste eines solchen Formates in Deutschland ist Kunst und Krempel vom Bayrischen Rundfunk, dass seit 1985 läuft. Kunst und Krempel ist eine Adaption des britischen Formates „Antiques Roadshow“, die seit 1979 läuft. Man sieht also, dass das Format Trödel schon länger ein Thema ist. Seit Mitte der 2000er trat das Thema wieder mehr in den Vordergrund. Beim WDR gab es den Trödel-King und ein paar Jahre später feierte RTL2 mit dem Trödeltrupp Erfolge.

Bares für Rares

Screenshot ZDF

Die Menschen entmüllten ihre Keller, Dachböden und Garagen während die Kamera und nette Trödelexperten ihnen dabei halfen. 2013 sprang dann das ZDF auf den Trödelmarkt mit auf. Schon nach kurzer Zeit war Bares für Rares das erfolgreichste Format im Nachmittagsprogramm. In den letzten Monaten versuchte das ZDF weitere Trödelformate zu etablieren, wie „Clever abgestaubt“ und „kaputt und … zugenäht!“.  Das erfolgreichste bleibt aber „Bares für Rares“ mit Horst Lichter. Nach diesem Erfolg, sieben Staffeln und über 450 Ausgaben hat es das Format in das Abendprogramm geschafft.

Man stellte Horst Lichter Steven Gätjen zur Seite und transportierte die Produktion ins Schloss Ehreshoven. Das Konzept bleibt ähnlich der Nachmittagssendung. Personen können ihre Gegenstände einem Experten aus dem Expertenteam vorstellen. Dieser bewertet den Gegenstand und gibt auch einen Wert des Gegenstandes an. Liegt der gewünschte Preis, des potenziellen Verkäufers und des Experten in der Nähe des Verkäufers oder drüber, bekommt der Verkäufer die Händlerkarte. Mit dieser Karte kann er zu den Händlern und seinen Gegenstand verkaufen. In der Abendshow hat man das Ganze ein bisschen aufgebauscht, sodass man statt fünf sieben Händler hat. Außerdem sind neben Normalos auch Prominente, die Gegenstände von sich anbieten. Mit dabei sind Boris Becker, Bernhard Hoëcker, Thomas Hermans sowie Rosi Mittermaier und ihr Mann Christian Neureuther.

In schöner Kulisse werden im Schlosshof die Experten befragt. Im Hintergrund die Rentnerausflugsgruppe. Nach dem Experten geht es ins Schloss zu Steven Gätjen, der dort noch mal die potenziellen Verkäufer sowie die Familien befragt. Die Familien dürfen dann über einen Monitor die Verhandlungen im Saal sehen.

Die Prominenten hätte es nicht gebraucht, vor allem, wenn es Prominente sind, wie Boris Becker, die ihr Gesicht in jeder Show in die Kamera halten. Auch die Rolle von Steven Gätjen ist irgendwie überflüssig. Er interviewt nur kurz die Verkäufer und das war es dann auch. In der Nachmittagsausgabe funktioniert es auch ohne Moderation.

Fazit:

Eine längere Ausgabe von Bares für Rares ist schon gut, aber es braucht nicht diese Kulisse, die Prominenten, den größeren Händlertisch und auch nicht Steven Gätjen. Bei einigen Objekten der Prominenten gab es eine höhere Summe, weil sie unterschrieben wurden und das Geld einem guten Zweck zu gute kam.

Es wurden zwei Folgen produziert. Die zweite Ausgabe zeigt das ZDF am 13. Juli.

Global Gladiator Big Brothers

Global Gladiator läutet langsam das Sommerloch im Fernsehen ein. Der Name klingt, wie ein spektakuläreres Reisemagazin. Am Ende ist es aber nur eine Realityshow mit acht Prominenten. Die teilnehmenden Prominenten sind die üblichen Personen, die ihr Gesicht immer in die Kamera halten. Mit dabei sind Oliver Pocher, Lilly Becker, Pietro Lombardi, Larissa Marolt, Ulf Kirsten, Nadine Angerer, Mario Galla und Raúl Richter.

Was passiert in der Show? Die acht Prominenten müssen spektakuläre (hat Markus Lanz den Text geschrieben?) Challenges absolvieren. Die Promis leben der gesamten Zeit in Frachtcontainer, die natürlich videoüberwacht sind. Also das übliche Big Brother Setting. Das Ganze findet in Namibia statt. Die Promis werden in zwei Teams aufgeteilt. Die Teams müssen spektakuläre (schon wieder der Lanz) Aufgaben zu Wasser, zu Land und in der Luft bewältigen. Nach jedem Tag kann das Gewinnerteam einen Prominenten aus dem gegnerischen Team nach Hause schicken. Moderiert wird das Ganze vom ehemaligen joiz-Moderator Maurice Gajda. Elmar Paulke kommentiert überflüssigerweise das Ganze bzw. ist er die Offstimme. Da hätte man sich ruhig jemand anderes suchen können.

Nach einer halben Stunde ist die erste Challange beendet und die Teams sehen das erste Mal ihre Behausung für die nächsten vier Wochen. Ein Transportcontainer ohne Fenster, dafür mit Dreifach-Stockbetten, einen Herd und Spüle. In diesem Transporter werden sie zur nächsten Location transportiert.

Nach einer halben Stunde Spiel folgt eine halbe Stunde lang ein Einblick über das gemeinsame Zusammensein in Big Brother Manier.  Die Wahl der Prominenten ist natürlich so gewählt, dass es schnell zu Streitigkeiten unter den Promis kommt.

Die drei Stunden Sendung verlaufen immer im Wechsel Spiel und Streitigkeiten. Bei den Spielen ist bei einer halben Stunde kaum Abwechslung. Nach und nach sieht man die acht Kandidaten ins Wasserspringen oder sie spielen Polo auf einem Quad. Es wiederholt sich viel. Dazu kommen noch etliche Zeitlupen von den Sprüngen, was das Ganze noch mehr verlängert.

Es gibt aber auch emotionale Augenblicke, wie die Fahrt in das nächste Camp, wo die Teilnehmer Zeit haben sich zu unterhalten. So erzählt Oliver Pocher von seiner Kindheit und Lilly Becker, dass sie eine Waise ist.

Es gibt sechs Folgen von Global Gladiator, die jeweils am Donnerstag um 20:15 Uhr bei Pro Sieben laufen.

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